Es wird eng im All: Auch Boeing startet bald ein Satelliten-Netzwerk

Elon Musks Weltraumunternehmen SpaceX arbeitet schon seit geraumer Zeit daran, den erdnahen Orbit mit Satelliten zu bestücken, diese sollen die Oberfläche des Planeten mit Internet versorgen. Nun hat auch Boeing die Genehmigung für ein ganz ähnliches Projekt bekommen.
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Es wird langsam, aber sicher eng im All: Zu den bereits vielen herkömmlichen Satelliten kommen nämlich dieser Tage und auch künftig viele neue hinzu. Denn immer mehr Unternehmen arbeiten daran, Mini-Satelliten in den Orbit zu schießen, die vor allem für die Internet-Versorgung entlegener Gebiete verantwortlich sind. Starlink von SpaceX ist das wohl beste Beispiel, auch Amazon arbeitet unter dem Namen Project Kuiper an einem ganz ähnlichen System.

Nun hat auch Boeing von der US-amerikanischen Kommunikationsbehörde Federal Communications Commission (FCC) die Erlaubnis bekommen, eine "Breitband-Satellitenkonstellation" zu starten und im Orbit zu errichten. Das Boeing-Netzwerk ist zwar mit Starlink und Project Kuiper vergleichbar, es gibt auch diverse Unterschiede. Das Netzwerk soll Privat-, Geschäfts- und Regierungskunden in den USA und weltweit bedienen. Kommunikation soll jedoch nicht nur zwischen Satellit und Boden stattfinden, sondern auch zwischen den Satelliten selbst.

Deutlich höher als Starlink

Ein Unterschied zu Starlink ist, dass die Boeing-Satelliten wesentlich höher positioniert sein sollen: Wie Engadget erläutert, würde der Großteil der Konstellation - 132 Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn - in einer Höhe von 1000 Kilometern fliegen. Dazu kommt eine Gruppe von 15 Satelliten, die nicht in einer geostationären Umlaufbahn kreisen, sie werden zwischen 27.000 und 44.000 Kilometern fliegen.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters befindet sich das Projekt schon lange in Entwicklung, genauer gesagt seit 2017. Das Projekt hat auch Gegner, allen voran SpaceX. Denn dort befürchtet man, dass Boeing "schädliche Interferenzen" verursachen könnte.
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