Viele Probleme: Starlink taugt in Deutschland nicht als Glasfaser-Ersatz
Kann Starlink einen Ausweg für das Gigabit-Dilemma an vielen Orten in Deutschland bieten? Geht es nach einer Studie, sollte man keine breiten Hoffnungen auf das Netz aus dem All setzen. Das ist zwar technisch "sehr interessant", hat aber viele andere Probleme.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO hatte die wissenschaftliche Arbeit beim Experten Prof. Dr. Kristof Obermann von der Technischen Hochschule Mittelhessen in Auftrag gegeben. Der hatte sich für eine Auswertung an den bisher bekannten "Parametern des Starlink-Konzeptes" orientiert. Das Ergebnis: "Über das Satellitennetzwerk Starlink lässt sich keine flächendeckende Versorgung der deutschen Haushalte mit Bitraten von mindestens 100 Mbit/s im Download erreichen."
Dieses klare Urteil fußt auf mehreren Einschränkungen des Starlink-Netzwerks. So errechnet die Studie, dass selbst bei "sehr optimistischen Annahmen" hierzulande maximal 1,3 Mio. 100 Mbit/s-Anschlüsse oder 130.000 1 Gbit/s-Anschlüsse realisiert werden können. Der Upstream würde noch einmal rund 60 Prozent unter diesen Werten liegen. Dem Netzwerk fehlte außerdem die klare Perspektive auf einen weiteren Ausbau der Geschwindigkeiten. Bei Glasfaseranschlüssen sind aber Bitraten von 1 Gbit/s, 10 Gbit/s und ferner auch Werte wie 400 Gbit/s im Down- und Upstream im Bereich des technisch Möglichen.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Starlink taugt laut Studie nur wenig als Ersatz für echte Glasfaser
Beim Thema Glasfaser schauen viele Deutsche Haushalte noch in die Röhre, der Ausbau wird seit Jahren chronisch verschleppt und scheitert gerne auch mal vollständig an einem übereifrigen Beamtenapparat. Da darf es nicht verwundern, dass nicht irdisch gebundene Alternativen wie Starlink auf den ersten Blick hier eine Lösung zu versprechen scheinen. Die erste wissenschaftliche Studie, die sich dem Thema satellitengestütztes Breitbandnetz in Deutschland annimmt, schürt hier Zweifel am hoffnungsvollen Internetnutzer-Blick Richtung Himmel.Der Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO hatte die wissenschaftliche Arbeit beim Experten Prof. Dr. Kristof Obermann von der Technischen Hochschule Mittelhessen in Auftrag gegeben. Der hatte sich für eine Auswertung an den bisher bekannten "Parametern des Starlink-Konzeptes" orientiert. Das Ergebnis: "Über das Satellitennetzwerk Starlink lässt sich keine flächendeckende Versorgung der deutschen Haushalte mit Bitraten von mindestens 100 Mbit/s im Download erreichen."
Dieses klare Urteil fußt auf mehreren Einschränkungen des Starlink-Netzwerks. So errechnet die Studie, dass selbst bei "sehr optimistischen Annahmen" hierzulande maximal 1,3 Mio. 100 Mbit/s-Anschlüsse oder 130.000 1 Gbit/s-Anschlüsse realisiert werden können. Der Upstream würde noch einmal rund 60 Prozent unter diesen Werten liegen. Dem Netzwerk fehlte außerdem die klare Perspektive auf einen weiteren Ausbau der Geschwindigkeiten. Bei Glasfaseranschlüssen sind aber Bitraten von 1 Gbit/s, 10 Gbit/s und ferner auch Werte wie 400 Gbit/s im Down- und Upstream im Bereich des technisch Möglichen.
Wichtiger Baustein
Die Schlussfolgerung der Studienmacher: In sehr ländlichen und dünn besiedelten Gegenden taugt Starlink als Brückentechnologie. Echten Mehrwert sieht man auch im Einsatz als katastrophensicherer Internetzugang. "Die wirtschaftliche, politische und auch militärische Bedeutung des Satelliteninternets sollte daher nicht unterschätzt werden", so das Fazit. Darüber hinaus bleibe Glasfaser aber auch bei vollem Ausbau von Starlink "alternativlos".Großer Internet-Vergleichs-Rechner
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