Zeitwert kippt um: Sonntag haben viele GPS-Systeme einen Schluckauf

Wer am Sonntag auf Standort-Bestimmungen via GPS angewiesen ist, sollte besser einmal mehr und etwas genauer hinschauen, ob die Ergebnisse auch stimmig sind. Denn aufgrund eines Bugs in der Zeitgebung kann es in ver­schie­de­nen Systemen einen Schluckauf geben. Der Fehler - beziehungsweise die nicht hinreichend durchdachte Software-Architektur - versteckt sich im GPS-Demon (GPSD), der im Betriebssystem eines Gerätes alle relevanten Informationen für Anwendungen bereitstellt, die auf Standortdaten angewiesen sind. Kürzlich wurde entdeckt, dass es hier ein Problem mit einer Typen-Definition bei der Auswertung von Zeitangaben gibt, die für die korrekte Standortbestimmung unabdingbar sind.

Ein Ausgleich für den zu erwartenden Werte-Überlauf, der eigentlich erst im November 2038 erfolgen sollte, findet aufgrund eines Fehlers nun schon am kommenden Sonntag, den 24. Oktober, statt, berichtet ZDNet. Hier wird dann bei der Auswertung des Zeitcodes, die von NTP-Servern bezogen werden, 1024 von der Wochenzählung abgezogen. Betroffene Rechner werden also zumindest kurzzeitig sehr hart in den März 2002 zurückversetzt - mit entsprechenden Folgen auf die Triangulation eines Standorts mit Hilfe von GPS-Satelliten.

Nur 1023 Wochen

Der Fehler selbst wurde erst in diesem Jahr entdeckt und seit dem August steht auch schon ein Patch bereit. Im GPSD 3.23 ist der Bug bereits behoben. Allerdings dürfte es reichlich Geräte geben, auf denen die aktualisierte Fassung des Demons nie ankam, da entweder die Hersteller die korrigierte Fassung nicht in ihre Betriebssysteme und Firmwares aufnahmen oder die User keine Updates durchführten.

Aber selbst wenn man weiterhin mit dem fehlerhaften Code arbeitet, dürfte es kein dauerhaftes Problem geben. Kenner der Materie erwarten eher einen kurzen Schluckauf und die Software wird sich bereits kurz darauf aufgrund weitergehender Korrektur-Systeme wieder auf die richtige Zeit einpegeln. Bis es dann wieder zu dem Problem kommen kann, wird auch etwas Zeit vergehen. Denn die Wochenzählung erfolgt mit einem 10-Bit-Wert, dessen maximale Größe bei 1023 liegt. Der nächste Überlauf in der Wochenzählung findet dann also in 19,7 Jahren statt.

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