Bill Gates stand wegen Affären mit Microsoft-Frauen unter Beschuss

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates dürfte bei den meisten Außenstehenden kaum den Eindruck eines Schürzenjägers entstehen lassen. Allerdings zeichnen Berichte über sein Auftreten vor nicht allzu langer Zeit ein etwas anderes Bild.
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Im Jahr 2019 wurde im Aufsichtsrat Microsofts eine Untersuchung durchgeführt, die "unangebrachtes" Verhalten Gates', der damals noch Mitglied des Gremiums war, zum Gegenstand hatte. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Wall Street Journals hervor, der sich auf informierte Kreise beruft. Im Zuge dessen sollen einige Aufsichtsratsmitglieder gefordert haben, dass Gates aus der Institution ausscheidet. Als er sich 2020 zurückzog, soll dies aber nichts mit diesem Vorgang zu tun gehabt haben.

Klar ist allerdings, dass man an E-Mails des Konzerngründers aus dem Jahr 2007 an eine Microsoft-Mitarbeiterin Anstoß nahm. Seitens eines Microsoft-Sprechers wird deren Inhalt als "kokett" bezeichnet, keineswegs aber als offen sexualisiert. Auf jeden Fall wurden die Nachrichten des damals noch verheirateten Aufsichtsratschefs Gates an eine einfache Angestellte des Unternehmens als unangebracht eingestuft.

Lauter Frauengeschichten

Bei der Angestellten soll es sich aber um eine andere Person als die Microsoft-Entwicklerin handeln, zu der Gates etwa zur gleichen Zeit sogar eine Affäre unterhalten haben soll. Das Verhältnis soll über Jahre angedauert haben. Inwieweit diese Sache letztlich auch ein Grund für die Scheidung der Ehe mit Melinda French Gates war, ist unbekannt.

Klar scheint hingegen, dass das Verhalten Gates' die Führungsriege des Unternehmens beschäftigte. 2008 soll sich der damalige Chef-Justiziar Brad Smith (heute President des Konzerns) und die Personalchefin Lisa Brummel mit Gates getroffen haben. Der Konzerngründer habe daraufhin zugesichert, ein solches Verhalten fortan zu unterlassen.

Es gibt unterschiedliche Aussagen, wie genau der Wahrheitsgehalt der Berichte zu bewerten ist. Ein Sprecher Gates' erklärte, es handle sich um allgemeinen im falsche und aufgewärmte Gerüchte aus Quellen, die nicht direkt beteiligt gewesen seien und teilweise signifikante Interessenskonflikte hätten. Hingegen bestätigte ein Microsoft-Sprecher zumindest, dass es die fraglichen E-Mails gegeben habe.

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