Coronavirus-Boom im PC-Markt endet, Hersteller dürfen trotzdem jubeln

Die Hersteller von Notebooks und Desktop-PCs müssen sich darauf einstellen, dass der durch die Coronavirus-Pandemie verursachte Nachfrage-Boom rund um ihre Produkte vorerst vorbei ist. Allerdings bedeutet dies nicht unbedingt, dass sie weniger Geräte verkaufen.
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Wie das Wall Street Journal und der taiwanische Branchdienst DigiTimes berichten, müssen sich die PC-Hersteller daran gewöhnen, dass das Wachstum ihrer Stückzahlen in den nächsten Jahren stagniert und später auch wieder nachlässt. 2020 war das bisher beste Jahr für die PC-Industrie seit 2012, konnten die diversen Hersteller doch rund 302,6 Millionen Rechner absetzen.

Wachstumsphase endet, Stückzahlen bleiben aber hoch

Hintergrund war natürlich die Pandemie, durch die zahllose Firmen ihre Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten ließen, weshalb vielerorts neue PCs angeschafft wurden. Auch 2021 dürfte noch einmal gut laufen, denn die Marktforscher gehen davon aus, dass bis Ende des Jahres mehr als 340 Millionen PCs verkauft werden.

Schon jetzt hat das Wachstum der Stückzahlen aber merklich nachgelassen, denn der Großteil der Verkäufe erfolgte bis Mitte des Jahres. Im dritten Quartal 2021 legten die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur noch um rund vier Prozent zu. Für das vierte Quartal erwartet IDC sogar einen leichten Rückgang von vier Prozent.

Neben der wachsenden Knappheit bestimmter Komponenten soll auch die in Ländern wie den USA erfolgte schrittweise Öffnung von Bildungseinrichtungen und Büros zu den Ursachen für die nachlassende Nachfrage gehören. Als Beispiel nennen die Marktforscher die Chromebook-Verkäufe, welche im dritten Quartal gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2020 um 10 Prozent sanken.

Für die kommenden Jahre sind die Aussichten aber insgesamt gut. So gehen die meisten Marktbeobachter davon aus, dass die Stückzahlen der PC-Hersteller weiter hoch bleiben. Zwar wird mit leichten Schwankungen gerechnet, doch insgesamt ist der PC-Markt in Folge der Pandemie gewachsen und dürfte vorerst nicht wieder auf das niedrigere Niveau aus der Zeit vor der weltweiten Ausbreitung des Neuartigen Coronavirus zurückfallen.
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