Ransomware-Attacke verschlüsselt komplettes Justizministerium

Ransomware-Angriffe sind in keinem Fall angenehm, weder für Unternehmen noch für Privatpersonen. Zu einem echten Problem werden sie aber vor allem, wenn kritische Infrastruktur und ähnliches betroffen ist. In diese Kategorie fällt sicherlich auch die Justiz eines Landes.
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Genau das ist nun in Südafrika passiert. Denn das Justizministerium ist einer Ransomware-Attacke zum Opfer gefallen. Diese betraf offenbar nicht nur einzelne Rechner oder Abteilungen, sondern das komplette Ministerium. Wie Bleeping Computer berichtet (via derStandard) waren aufgrund des Angriffs alle elektronischen Dienste sowohl intern als auch für die Öffentlichkeit nicht mehr verfügbar.

Die Attacke hat aber nicht nur Folgen für Justizangelegenheiten, sondern auch für daran angeschlossene Abteilungen. So sind etwa Unterhaltszahlungen für Kinder auf Eis gelegt worden, bis die Systeme wieder online sind.

Laut Bleeping Computer hat sich die Attacke bereits am 6. September ereignet und auch umgehend einen Notfallplan für solche Fälle ausgelöst. Diesen hat der Staat am südlichen Ende Afrikas glücklicherweise gehabt, damit konnte sichergestellt werden, dass einige wichtige Bereiche des Verwaltung dennoch weiterlaufen konnten.

Im Notfall manuell

"Der Angriff führte dazu, dass alle Informationssysteme verschlüsselt wurden und sowohl für die internen Mitarbeiter als auch die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sind. Infolgedessen sind alle elektronischen Dienste der Behörde betroffen, einschließlich der Ausstellung von Vollmachten, Kautionsdienste, E-Mail und die Website der Behörde", sagte ein Sprecher der südafrikanischen Justiz.

Im Zuge des Notfallplans wurden Vorgänge auf manuelle Bearbeitung umgestellt, das betrifft Verhandlungen und Anhörungen sowie die Ausstellung von Dokumenten. Derzeit ist man mit der Wiederherstellung aller Dienste beschäftigt, das Ministerium kann aber derzeit nicht sagen, wann sich die Aktivität wieder normalisieren wird.
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