Rassismus-Eklat bei Panasonic:
Afroamerikaner bekam weißen Kopf
Im vergangen Jahr sorgte der Tod des Afroamerikaners George Floyd für massive Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Der Fall hatte aber auch positive Folgen, denn die Black Lives Matter-Bewegung sorgte dafür, dass sich auch viele mit Diskriminierung auseinandergesetzt haben.
Offenbar nicht bei Panasonic: Der japanische Elektronikkonzern hat vor kurzem nämlich neuartige Lautsprecher vorgestellt, die man sich auf den Schultern montiert und somit eine Art Mittendrin-Gefühl bekommen soll. Über das Produkt kann man natürlich streiten, es ist aber wohl der Kategorie kurioses Gimmick zuzuordnen und ist nichts, was auf dem Massenmarkt eine echte Chance hat.
Kurios war auch die Werbekampagne, denn diese arbeitete mit überzogenen Bildern von Gamern, die ins Spiel eintauchen und dabei jede Menge "Spaß" haben. Diese kann man gerne als überzogen bzw. übertrieben bezeichnen. Doch nun ist auch klar: Sie war auch zutiefst rassistisch.
Das Panasonic-Bild und...
...das Stock-Original von Getty
Im vorliegenden Fall wurde aber auf überaus bedenkliche Art getrickst: Denn man nahm ein Bild eines afroamerikanischen Gamers und ersetzte dessen Kopf durch jenen eines weißen Mannes. Das Originalbild von Getty Images heißt auch eindeutig, nämlich "Junger afroamerikanischer Mann isst Pizza, trinkt Bier und spielt Videospiele".
Auf den ersten Blick ist nicht unbedingt erkennbar, dass das Panasonic-Werbebild etwas mit der Stock-Vorlage zu tun hat, da das Polo-Shirt und der Controller umgefärbt und die Haut des Mannes aufgehellt wurde. Es ist aber an den Falten und den Fingern zweifelsfrei erkennbar, dass es sich um dasselbe Bild handelt.
Rein rechtlich hat Panasonic nichts zu befürchten. Denn mit dem Kauf des Bildes hat man auch das Recht erworben, dieses zu modifizieren. Getty hat auch keine Klausel, die "beleidigende/angreifende" Änderungen der abgebildeten Personen verbietet.
Der japanische Hersteller hat das Bildmaterial mittlerweile zurückgezogen und auch angekündigt, der Sache auf den Grund zu gehen, bislang hat man sich aber nicht näher zu dieser Angelegenheit geäußert.
Kurios war auch die Werbekampagne, denn diese arbeitete mit überzogenen Bildern von Gamern, die ins Spiel eintauchen und dabei jede Menge "Spaß" haben. Diese kann man gerne als überzogen bzw. übertrieben bezeichnen. Doch nun ist auch klar: Sie war auch zutiefst rassistisch.
Das Panasonic-Bild und...
...das Stock-Original von Getty
Weißen Kopf aufgesetzt
Denn wie The Verge berichtet, hat Panasonic oder die dafür verantwortliche Agentur nicht etwa echte Aufnahmen des Produkts gemacht, sondern mit Stock-Bildern und Photoshop gearbeitet. Das ist an sich nicht ungewöhnlich, solche Tricks sind in der Werbung vielmehr an der Tagesordnung.Im vorliegenden Fall wurde aber auf überaus bedenkliche Art getrickst: Denn man nahm ein Bild eines afroamerikanischen Gamers und ersetzte dessen Kopf durch jenen eines weißen Mannes. Das Originalbild von Getty Images heißt auch eindeutig, nämlich "Junger afroamerikanischer Mann isst Pizza, trinkt Bier und spielt Videospiele".
Auf den ersten Blick ist nicht unbedingt erkennbar, dass das Panasonic-Werbebild etwas mit der Stock-Vorlage zu tun hat, da das Polo-Shirt und der Controller umgefärbt und die Haut des Mannes aufgehellt wurde. Es ist aber an den Falten und den Fingern zweifelsfrei erkennbar, dass es sich um dasselbe Bild handelt.
Rein rechtlich hat Panasonic nichts zu befürchten. Denn mit dem Kauf des Bildes hat man auch das Recht erworben, dieses zu modifizieren. Getty hat auch keine Klausel, die "beleidigende/angreifende" Änderungen der abgebildeten Personen verbietet.
Der japanische Hersteller hat das Bildmaterial mittlerweile zurückgezogen und auch angekündigt, der Sache auf den Grund zu gehen, bislang hat man sich aber nicht näher zu dieser Angelegenheit geäußert.
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