Russland beschuldigt US-Astronautin, Loch in ISS gebohrt zu haben

Es ist eine unglaubliche Anschuldigung: Russland erhebt gegen eine US-Astronautin den Vorwurf, sie habe wegen "psychischer Probleme" absichtlich ein Loch in den russischen Teil der ISS gebohrt. Die USA sollen geholfen haben, den Vorfall zu ver­tu­schen. Die NASA dementiert.

Wirklich verrückte Anschuldigungen gegen eine US-Astronautin

Wäre die Meldung nicht von Russlands staatlichem Nachrichtendienst, TASS, veröffentlicht worden, man würde sie wohl ohne weitere Überlegung als verrücktes Hirngespinst zur Seite legen. So muss man aber feststellen, dass ein öffentliches staatliches Organ - oft für staatlich motivierte Propaganda kritisiert - auf Basis einer "anonymen Quelle" einen äußerst diffamierenden Artikel über eine US-Astronautin veröffentlicht hat. Der unglaubliche Vorwurf: Serene Auñón-Chancellor habe 2018 auf der ISS wegen eines medizinischen Problems einen "emotionalen Zusammenbruch" erlitten und daraufhin im russischen Teil der Station "ein Loch gebohrt", um einen Notfall und so die verfrühte Rückkehr zur Erde zu erzwingen. Infografik: Die Raumstation ISS in ZahlenDie Raumstation ISS in Zahlen Beweise werden in keiner Weise vorgelegt, alle verfügbaren Fakten sprechen dafür, dass die Anschuldigungen "völlig frei erfunden sind", so Ars Technica in einem sehr ausführlichen Artikel. Der russische Kosmonaut Sergej Prokopjew, der ESA-Astronaut Alexander Gerst und die NASA-Astronautin Auñón-Chancellor waren im Juni 2018 mit der Sojus MS-09 zur Raumstation geflogen. Zwei Monate später war dann ein 2 mm großes Loch im Orbitalmodul der angedockten Kapsel entdeckt worden. Nach einer Untersuchung und erfolgreichen Reparatur hatten einige russische und US-Medien übereinstimmend berichtet, dass wohl ein Fabrikations- oder Testfehler für das Problem verantwortlich gemacht werden kann.

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Doch die Nachrichtenagentur TASS rollt den Vorfall jetzt mit einem "Interview" mit einem angeblichen "anonymen hochrangigen Beamten in der russischen Raumfahrtindustrie" neu auf. Das medizinische Problem der US-Astronautin "könnte eine ‘akute psychologische Krise' ausgelöst haben, die zu Versuchen geführt haben könnte, ihre Rückkehr auf den Planeten mit verschiedenen Mitteln zu beschleunigen", so die genaue Formulierung, auf die die beschriebene Anschuldigung folgt. Doch damit nicht genug: Eine Kamera im Bereich des Lochs sei "manipuliert worden", die NASA habe die genaue Untersuchung "behindert" und einen "Lügendetektortest" der Astronautin verweigert.

NASA stemmt sich gegen die Anschuldigungen

In einem Statement teilt die NASA mit, dass man keine "medizinische Informationen über die Besatzungsmitglieder" teilen werde. Kathy Lueders, Leiterin des Raumfahrtprogramms, betont: "Wir glauben nicht, dass diese Anschuldigungen glaubwürdig sind." Darüber hinaus hält sich die NASA aber zurück, zu den verschiedenen Anschuldigungen Stellung zu beziehen. Iss, Roskosmos, Raumanzug, Sojus, Kosmonaut Iss, Roskosmos, Raumanzug, Sojus, Kosmonaut Pixabay
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