Deutschland bleibt auch nach der Pandemie oft im Homeoffice

In Deutschland haben sich viele Unternehmen bereits Gedanken darüber gemacht, wie es weitergeht, wenn Homeoffice nicht mehr zur Notwendigkeit einer Pandemie gehört. Zurück zur alten Normalität wird es dabei vor allem in der IT-Branche nicht gehen. Andere Arbeitskonzepte waren insbesondere bei den Tech-Firmen auch schon vor der Pandemie in der Diskussion. Die Corona-Zeit hat hier vor allem dafür gesorgt, dass die Debatte endlich auch in der Praxis ankommt. Auf den Punkt brachte es Cawa Younosi, Personalchef der SAP, gegenüber der DPA: Ein Betrieb habe nun "gar keine Argumente mehr, wenn er einem talentierten Mitarbeiter jetzt sagt: Wenn du für uns arbeiten willst, musst du aber von Berlin zum Beispiel nach Schwäbisch Hall umziehen, weil da unsere Firma sitzt."

Selbst in den Vorstandsetagen war man schon vor Jahren recht angetan von den neuen Idden zur Arbeitsorganisation, oft glaubte man aber schlicht nicht, dass es funktionieren kann. All jene, die immer dachten, dass Beschäftigte außerhalb ihres direkten Kontrollbereiches nichts tun oder dass die Zusammenarbeit zwischen Kollegen nur bei der Präsenz im Büro funktioniert, wurden aber eines besseren belehrt, als die Praxis notwendigerweise umgestellt werden musste.

HPE baut schon um

Bei Hewlett Packard Enterprise (HPE) in Böblingen werden derweil Tatsachen geschaffen und die Büros umgebaut. Homeoffice soll hier für die meisten Beschäftigten erst einmal der Standard bleiben. Lediglich wenn es erforderlich wird, soll man dann in der Niederlassung des Konzerns persönlich erscheinen - "zu Besprechungen, Team-Meetings, Workshops, Trainings oder Feiern mit Kollegen, Kunden und Partnern", wie ein Sprecher erklärte. Entsprechend werden die Büros dann ausgestattet sein.

Die Manager stützen sich dabei auch auf Erkenntnisse der Forscher, die sich mit der Arbeitsorganisation auseinandersetzen. Hannah Schade vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung betont die steigende Job-Zufriedenheit, die mit den flexibleren Möglichkeiten einher geht. "Man fühlt sich doch gleich viel ernster genommen, wenn man weiß: Mein Arbeitgeber traut mir und stellt mich nicht unter einen Generalverdacht, wonach ich vielleicht nicht genug arbeite, wenn man mich im Büro quasi nicht überwacht", sagte sie der DPA.

Siehe auch:

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