Wege aus der Krise: Intel will Chips für die Autoindustrie herstellen

Die Technikwelt leidet derzeit an einem chronischen Chip-Mangel und es wird noch eine ganze Weile dauern, bis der "Rückstau" nachhaltig be­sei­tigt ist. Betroffen hiervon ist vor allem auch die Autoindustrie. Intel will aushelfen und wittert hier natürlich auch eine Geschäftschance. Intel hatte in den vergangenen Monaten und Jahren nicht die besten geschäftlichen Er­geb­nis­se aufzuweisen, was für das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara eine mehr als ungewohnte Situation ist. Denn viele Jahre lang konnte man sich auf seinem starken Con­su­mer-CPU-Geschäft regelrecht ausruhen. Das ist, unter anderem aufgrund des Trends zu mo­bi­len Prozessoren und der neuen Stärke von AMD (und hausgemachten Problemen bei For­schung und Entwicklung sowie der Produktion), aber seit einer Weile Geschichte.

Intel sucht seit einer Weile einen Ausweg aus der Krise und Chief Executive Officer Pat Gel­sin­ger hat nun gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters verraten, wie ein neues Ge­schäfts­feld aussehen könnte oder wird. Demnach könnte Intel innerhalb von sechs bis neun Mo­na­ten mit der Produktion von gefragten Halbleitern für Automobilhersteller beginnen.


Ausweg aus der (Chip-)Krise

Laut Gelsinger führe man bereits mit ersten Autobauern entsprechende Gespräche. Der CEO betont dabei, dass man der von schwerwiegenden Engpässen geplagten Industrie schlicht­weg auch helfen möchte: "Wir hoffen, dass einige dieser Dinge gemildert werden können, so dass wir nicht drei oder vier Jahre lang eine Fabrik bauen müssen, sondern vielleicht sechs Mo­na­te, in denen neue Produkte für einige unserer bestehenden Prozesse zertifiziert werden."

Er fügt an, dass man bereits mit einigen der wichtigsten Komponentenlieferanten die Zu­sam­men­ar­beit in die Wege geleitet habe. Bereits im vergangenen Monat hat Intel bekannt ge­ge­ben, dass man seine Fabriken für externe Kunden öffnen, also auch als Auftragsfertiger tä­tig sein wird. Das ist auch eine Kampfansage an die asiatischen Konkurrenten aus dieser Bran­che sowie das Foundry-Konzept, Intel wird deshalb auch 20 Milliarden Dollar in zwei neue Fa­bri­ken investieren.

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