US-Chipbranche soll wieder blühen:
Intel-Chef fordert jetzt Steuergeld
Intel schafft es seit geraumer Zeit nicht, so voranzukommen, wie das Management es sich vorstellt. Nun ruft Konzernchef Pat Gelsinger nach staatlichen Hilfen und beschwört das Gespenst einer ausländischen Dominanz des wichtigen Chipmarktes.
Und dabei ist er alles andere als zurückhaltend. Laut einem Bericht des Magazins Axios forderte Gelsinger die US-Regierung auf, in den kommenden Jahren mehrere Milliarden Dollar aufzuwenden, damit die US-Wirtschaft die verlorenen Anteile am Halbleiter-Weltmarkt wieder zurückerobern kann. Denn hier war man in den letzten Jahren deutlich zurückgefallen.
Aktuell tragen die Chipfabriken in den USA rund 12 Prozent zur globalen Versorgung mit Chips bei. Einst kam man auf einen Anteil von einem guten Drittel. Dahin würde der Intel-Chef gern wieder zurückkehren. Es sieht aktuell aber nicht so aus, als könnte Intel dazu aus eigener Kraft einen großen Beitrag leisten, denn das Unternehmen hat eher damit zu tun, seinen derzeitigen Stand überhaupt zu halten.
Die US-Politik steht einer Förderung der landeseigenen Chip-Industrie auch grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Im Congress wurden schon Etats von bis zu 50 Milliarden Dollar diskutiert. Denn insbesondere die Auseinandersetzung mit China zeigte auch, dass man schwerlich Sanktionen gegen den asiatischen Konkurrenten anbringen kann, wenn man dadurch die eigenen IT-Unternehmen von wichtigen Komponentenlieferungen abschneidet.
Aktuell tragen die Chipfabriken in den USA rund 12 Prozent zur globalen Versorgung mit Chips bei. Einst kam man auf einen Anteil von einem guten Drittel. Dahin würde der Intel-Chef gern wieder zurückkehren. Es sieht aktuell aber nicht so aus, als könnte Intel dazu aus eigener Kraft einen großen Beitrag leisten, denn das Unternehmen hat eher damit zu tun, seinen derzeitigen Stand überhaupt zu halten.
Abhängig von Asien
Immer größere Anteile an der Weltproduktion haben sich über die vergangenen Jahre hinweg in Taiwan konzentriert. Hier ist nicht nur TSMC als weltweit größter Auftragshersteller zuhause, sondern auch noch verschiedene kleinere OEM-Produzenten. Aber auch Südkorea und China sind klare Schwergewichte im Halbleiter-Geschäft. Fertigungsanlagen, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, gibt es in den USA quasi nur noch von Intel und Micron.Die US-Politik steht einer Förderung der landeseigenen Chip-Industrie auch grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Im Congress wurden schon Etats von bis zu 50 Milliarden Dollar diskutiert. Denn insbesondere die Auseinandersetzung mit China zeigte auch, dass man schwerlich Sanktionen gegen den asiatischen Konkurrenten anbringen kann, wenn man dadurch die eigenen IT-Unternehmen von wichtigen Komponentenlieferungen abschneidet.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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