Indien pragmatisch: Wer ein Chipwerk baut bekommt 1 Milliarde Dollar
Alle Staaten versuchen, mit mehr oder weniger subtilen Subventionen Unternehmen zu überzeugen, neue Standorte im eigenen Territorium zu errichten. Indien legt dabei nun sämtliche Scheu ab und stellt Chipherstellern einen satten Zuschuss in Aussicht.
"Die Regierung gibt jedem Unternehmen, das eine Chipfabrik aufbaut, eine Geldprämie von über einer Milliarde Dollar", erklärte ein hochrangiger Regierungsvertreter, der allerdings nicht namentlich genannt werden wollte, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Und selbst das ist nur ein Teil dessen, womit die indische Regierung mehr High Tech-Unternehmen ins Land locken will.
In welcher Form das Geld an die Unternehmen gehen soll, steht noch nicht fest. Das Thema werde aktuell noch mit der Industrie diskutiert. Darüber hinaus sollen Chiphersteller, die in Indien produzieren, auch Aufträge aus der öffentlichen Hand erhalten. Hinzu kommt, dass auch der privatwirtschaftliche Sektor angewiesen wird, bevorzugt bei Zulieferern einzukaufen, die in Indien produzieren.
Allerdings wird sich zeigen müssen, ob die Subventionen ausreichen, um Halbleiter-Unternehmen anzulocken - denn diese zögerten bisher aus klar zu benennenden Gründen. In erster Linie ist hier die schwach ausgebaute Infrastruktur und insbesondere eine unsichere Stromversorgung zu nennen. Solch sensible Fertigungs-Bereiche wie die Chipproduktion sind aber auf verlässliche Energieflüsse angewiesen. Darüber hinaus wird auch die ausufernde Bürokratie und das schlechte Planungswesen immer wieder als Hinderungsgrund für eine Ansiedlung in Indien vorgebracht.
In welcher Form das Geld an die Unternehmen gehen soll, steht noch nicht fest. Das Thema werde aktuell noch mit der Industrie diskutiert. Darüber hinaus sollen Chiphersteller, die in Indien produzieren, auch Aufträge aus der öffentlichen Hand erhalten. Hinzu kommt, dass auch der privatwirtschaftliche Sektor angewiesen wird, bevorzugt bei Zulieferern einzukaufen, die in Indien produzieren.
Geld vs. Infrastruktur
Durch die massiven Subventionen will Indien auf der einen Seite überhaupt weiter im Technologie-Segment vorankommen, aber vor allem auch unabhängiger von China werden. Das Land ist bereits zum zweitgrößten Smartphone-Hersteller nach den Chinesen aufgestiegen, verschiedene große Marken betreiben bereits eigene Werke in Indien. Aktuell sind diese aber ebenso wie andere Industrien noch oft darauf angewiesen, dass Komponenten aus China geliefert werden. Das soll sich perspektivisch deutlich ändern.Allerdings wird sich zeigen müssen, ob die Subventionen ausreichen, um Halbleiter-Unternehmen anzulocken - denn diese zögerten bisher aus klar zu benennenden Gründen. In erster Linie ist hier die schwach ausgebaute Infrastruktur und insbesondere eine unsichere Stromversorgung zu nennen. Solch sensible Fertigungs-Bereiche wie die Chipproduktion sind aber auf verlässliche Energieflüsse angewiesen. Darüber hinaus wird auch die ausufernde Bürokratie und das schlechte Planungswesen immer wieder als Hinderungsgrund für eine Ansiedlung in Indien vorgebracht.
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen