Die Demoszene ist in Deutschland ab sofort immaterielles Kulturerbe
Die Demoszene geht auf die Anfangstage der Gaming-Piraterie zurück. Damals gab es vor gecrackten und illegal verteilten Spielen meist animierte Videos, die mit Musik unterlegt waren. Das waren oft kleine Kunstwerke und das hat sich als Kunstform etabliert - auch ohne Piraterie.
Wer in den 1980ern und 1990ern aufgewachsen ist und einen C64 oder später auch Amiga besaß, der hat, da gibt es nichts zu beschönigen, aller Wahrscheinlichkeit nach Spiele von Freunden und sonstigen Quellen bekommen. Vor der Installation bzw. dem Start der Games konnte man damals Animationen mit typisch elektronischer Musik erleben. Damit "warben" die Cracker für sich und derartige kunstvolle Werke haben im Verlauf der Jahre auch eine Art Eigenleben entwickelt, das nichts mehr mit Piraterie zu tun hatte.
Die Demoszene ist bis heute aktiv und man kann sogar sagen, dass sie aktiver denn je ist. Die Demoszener treffen sich auch regelmäßig auf Partys, eine große Popularität genießen solche Veranstaltungen vor allem in Skandinavien und auch Deutschland.
Im Eintrag auf der Webseite der deutschen UNESCO heißt es dazu: "Die Demoszene agiert international, organisiert sich dezentral und ist nicht-kommerziell. Sie hat sich der Produktion von digitalen audiovisuellen Werken verschrieben. Diese Demos sind üblicherweise mehrere Minuten lange, durch Software generierte Animationssequenzen, einer Kombination aus Musik, Videos, Text-, Pixel- und 3D-Grafiken." Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass die Demoszene als Kulturerbe deklariert wird, bereits 2020 wurde sie in Finnland in eine entsprechende Liste aufgenommen.
Die Demoszene ist bis heute aktiv und man kann sogar sagen, dass sie aktiver denn je ist. Die Demoszener treffen sich auch regelmäßig auf Partys, eine große Popularität genießen solche Veranstaltungen vor allem in Skandinavien und auch Deutschland.
Immaterielles Kulturerbe
Und das ist auch der Grund, warum die Demoszene nun in Deutschland in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde (via Heise). Dort gesellt man sich als Kulturform zu Bräuchen und Traditionen wie Passionsspielen, Volksfesten oder auch dem Kasperltheater. Die deutsche UNESCO-Kommission blickt aber auch immer wieder in die Neuzeit und so findet sich auch etwa Poetry-Slam auf der Liste.Im Eintrag auf der Webseite der deutschen UNESCO heißt es dazu: "Die Demoszene agiert international, organisiert sich dezentral und ist nicht-kommerziell. Sie hat sich der Produktion von digitalen audiovisuellen Werken verschrieben. Diese Demos sind üblicherweise mehrere Minuten lange, durch Software generierte Animationssequenzen, einer Kombination aus Musik, Videos, Text-, Pixel- und 3D-Grafiken." Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass die Demoszene als Kulturerbe deklariert wird, bereits 2020 wurde sie in Finnland in eine entsprechende Liste aufgenommen.
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