Netzkampagne: Russland versucht Biontech-Impfstoff zu diskreditieren
Die USA warnen vor einer großangelegten Desinformationskampagne rund um den Biontech/Pfizer-Impfstoff. Russische Geheimdienste nutzen demnach seit Monaten Online-Publikationen, um das Vertrauen in das Unternehmen und den Wirkstoff zu untergraben.
Wie das Wall Street Journal berichtet, hat das Global Engagement Center des US-Außenministeriums, das ausländische Desinformationskampagnen überwacht, vier Publikationen identifiziert, die als Fassade für den russischen Geheimdienst dienen sollen. Die Medien "New Eastern Outlook", "Oriental Review", "News Front" und "Rebel Inside" würden demnach gezielt genutzt, um vor allem drei Behauptungen Nährboden zu geben: Nebenwirkungen, Zweifel an Wirksamkeit und ein übereilter Zulassungsprozess.
Wie die US-Behörde betont, könne man die Leserschaft der genannten Publikationen als "klein" bezeichnen, trotzdem seien solche Kampagnen sehr effektiv darin, irreführende Behauptungen zunächst zu streuen, und diese dann durch "andere russische und internationale Medien verstärken zu können". Wie das Wall Street Journal kritisiert, legt die US-Behörde aktuell keine Beweise für ihre Anschuldigungen vor, andere Untersuchungen haben aber ähnliche Bemühungen Russlands auf anderen Kanälen beobachtet.
Die USA sehen Russland hinter einer großen Anti-Impfstoff-Kampagne
Russland war international scharf für die blitzartige Einführung seines Corona-Impfstoffs Sputnik V kritisiert worden, hatte man doch wichtige Schritte der Testphase einfach übersprungen. In bestimmten Stellen im Netz klingt die Geschichte rund um die globale Entwicklung von Impfstoffen aber ganz anders. US-Behörden berichten über eine Kampagne, die seit Monaten versucht, rund um das Präparat von Biontech/Pfizer Zweifel zu säen und Falschinformationen zu streuen.Wie das Wall Street Journal berichtet, hat das Global Engagement Center des US-Außenministeriums, das ausländische Desinformationskampagnen überwacht, vier Publikationen identifiziert, die als Fassade für den russischen Geheimdienst dienen sollen. Die Medien "New Eastern Outlook", "Oriental Review", "News Front" und "Rebel Inside" würden demnach gezielt genutzt, um vor allem drei Behauptungen Nährboden zu geben: Nebenwirkungen, Zweifel an Wirksamkeit und ein übereilter Zulassungsprozess.
Wie die US-Behörde betont, könne man die Leserschaft der genannten Publikationen als "klein" bezeichnen, trotzdem seien solche Kampagnen sehr effektiv darin, irreführende Behauptungen zunächst zu streuen, und diese dann durch "andere russische und internationale Medien verstärken zu können". Wie das Wall Street Journal kritisiert, legt die US-Behörde aktuell keine Beweise für ihre Anschuldigungen vor, andere Untersuchungen haben aber ähnliche Bemühungen Russlands auf anderen Kanälen beobachtet.
Desinformations-Ökosystem
"Wir können sagen, dass diese Outlets direkt mit russischen Geheimdiensten verbunden sind", so das Global Engagement Center zu den Webseiten hinter der Desinformationskampagne. "Sie sind alle in ausländischem Besitz, mit Sitz außerhalb der Vereinigten Staaten. Sie variieren sehr in ihrer Reichweite, ihrem Ton, ihrem Publikum, aber sie sind alle Teil der russischen Propaganda und des Desinformations-Ökosystems."
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