Tesla sucht für Grünheide auch Zigarettendreher und Dosenmacher
Beim Aufbau der weltweit größten Batteriefabrik steht Tesla vor wesentlich mehr Problemen als nur der Auseinandersetzung mit den Behörden. Man muss bei der Suche nach potenziellen Fachkräften schon einige Kreativität aufbieten.
Im brandenburgischen Grünheide sollen zukünftig nicht nur Elektroautos vom Band laufen. Auch die neuesten Akku-Technologien will Tesla hier in die Realität bringen. Letzteres will der Konzern in einem neuen Betriebsteil leisten, der zusätzlich zum Autowerk gebaut wird. Tausend Beschäftigte sollen hier zukünftig die Stromspeicher für Fahrzeuge und andere Anwendungen produzieren.
Allerdings handelt es sich hier weitgehend um eine recht neue Technologie - zumindest, was die Fertigung in einem solchen Maßstab angeht. Das Problem dabei: Fachkräfte mit Erfahrungen in der Akku-Produktion gibt es in ganz Deutschland kaum, in Brandenburg und Berlin schon gar nicht. Daher sucht Tesla nun in anderen Bereichen, in denen es zumindest Facharbeiter gibt, die mit einzelnen Fertigungsschritten Erfahrung haben, berichtet der öffentlich-rechtliche RBB.
In Grünheide soll zukünftig die neueste Generation der Tesla-Akkus vom Band laufen, die bisher nur in Kleinserie zu Testzwecken gefertigt werden. Mit ihnen will der Autohersteller deutlich größere Reichweiten hinbekommen und gleichzeitig den Bedarf an seltenen Rohstoffen senken. Tesla will seine Batterien aber nicht nur in Autos einsetzen, sondern baut in den USA beispielsweise auch längst Pufferspeicher für kleine Solaranlagen auf Hausdächern. Infografik: Teslas Gigafactory bei Berlin
Allerdings handelt es sich hier weitgehend um eine recht neue Technologie - zumindest, was die Fertigung in einem solchen Maßstab angeht. Das Problem dabei: Fachkräfte mit Erfahrungen in der Akku-Produktion gibt es in ganz Deutschland kaum, in Brandenburg und Berlin schon gar nicht. Daher sucht Tesla nun in anderen Bereichen, in denen es zumindest Facharbeiter gibt, die mit einzelnen Fertigungsschritten Erfahrung haben, berichtet der öffentlich-rechtliche RBB.
Von Philip Morris zu Tesla?
Die Personaler des US-Konzerns sollen nach allen möglichen Beschäftigten suchen, die zumindest schon Tätigkeiten ausgeführt haben, die irgendwie der Produktion von Batteriezellen ähneln. Eine der skurrilsten Arbeiten ist dabei die des Zigarettendrehers, der zumindest eine Idee haben könnte, wie man mit anderen Werkstoffen die zylindrischen Stromzellen fertigt. Da der Tabak-Konzern Philip Morris erst vor einigen Monaten hunderte Leute in seinem Werk in Berlin-Neukölln entlassen hat, dürften solche Kandidaten durchaus zu finden sein. Andere frühere Tätigkeiten können in der Dosen-Herstellung oder auch in der Pulververarbeitung bei einem Pharma-Unternehmen gelegen haben.In Grünheide soll zukünftig die neueste Generation der Tesla-Akkus vom Band laufen, die bisher nur in Kleinserie zu Testzwecken gefertigt werden. Mit ihnen will der Autohersteller deutlich größere Reichweiten hinbekommen und gleichzeitig den Bedarf an seltenen Rohstoffen senken. Tesla will seine Batterien aber nicht nur in Autos einsetzen, sondern baut in den USA beispielsweise auch längst Pufferspeicher für kleine Solaranlagen auf Hausdächern. Infografik: Teslas Gigafactory bei Berlin
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Christian Kahle
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