Parler: Soziales Netzwerk mit russischer Hilfe teilweise wieder online
Anfang des Jahres sorgte der von Trump-Anhängern durchgeführte Sturm auf das US-Kapitol für Schlagzeilen. Die Aktion wurde unter anderem über das soziale Netzwerk Parler organisiert. Nachdem dem Dienst der Stecker gezogen wurde, ist die Plattform teilweise wieder erreichbar.
Wie die FAZ berichtet, kann die Desktop-Seite von Parler erneut aufgerufen werden. Die Nutzer haben aber aktuell keine Möglichkeit, sich in ihren Account einzuloggen und Beiträge zu posten. Der Konzernchef John Matzke betont, dass das Unternehmen derzeit an der Wiederherstellung der Funktion arbeitet. Die Plattform soll gegen Ende des Monats wieder vollständig zur Verfügung stehen. Einen genauen Termin gibt es momentan jedoch noch nicht.
Die Social-Media-Plattform Parler hat mit technischen Einschränkungen zu kämpfen
Um die Webseite wieder anbieten zu können, hat Parler wohl mit der Firma DDos-Guard zusammengearbeitet. Das Unternehmen wird von zwei russischen Staatsbürgern geleitet und hatte in der Vergangenheit anscheinend auch rassistische Seiten sowie Auftritte der Regierung unterstützt. Die Domain "parler.com" soll vom amerikanischen Konzern Epik gehostet werden. Epik hatte im Jahr 2018 bereits dem sozialen Netzwerk Gab, über das ein Attentat auf eine Synagoge gestreamt wurde, geholfen.
Die Social-Media-Plattform Parler hat mit technischen Einschränkungen zu kämpfen
Amazon, Google & Apple blockieren Parler
Nachdem bekannt wurde, dass Trumps Anhänger auf Parler zu Gewalttaten aufgerufen hatten und die entsprechenden Beiträge aufgrund der Philosophie des Dienstes nicht gelöscht wurden, haben große Internet-Konzerne die Plattform blockiert. Sowohl Google als auch Apple haben die App aus ihren Stores entfernt. Die Anwendung darf erst wieder im Play Store bzw. im App Store angeboten werden, wenn Parler das Moderationskonzept überarbeitet hat.Um die Webseite wieder anbieten zu können, hat Parler wohl mit der Firma DDos-Guard zusammengearbeitet. Das Unternehmen wird von zwei russischen Staatsbürgern geleitet und hatte in der Vergangenheit anscheinend auch rassistische Seiten sowie Auftritte der Regierung unterstützt. Die Domain "parler.com" soll vom amerikanischen Konzern Epik gehostet werden. Epik hatte im Jahr 2018 bereits dem sozialen Netzwerk Gab, über das ein Attentat auf eine Synagoge gestreamt wurde, geholfen.
Siehe auch:
- Rauswurf von Parler: Tim Cook lässt sich Zensur-Kritik nicht gefallen
- Parler: Pirate Bay-Gründer amüsiert sich über unfähige Betreiber
- Parler verklagt Amazon nach AWS-Rauswurf der rechten Plattform
- Parler: "Rechtes Twitter" gehackt und das könnte Folgen haben
- Parler: Google löscht Social-Media-App aus dem Store, Apple setzt Frist
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