Parler verklagt Amazon nach AWS-Rauswurf der rechten Plattform

Kongress, Washington, Kapitol, US-Politik, Washington DC, Congress Bildquelle: Denis Hiza/CC0 Kongress, Washington, Kapitol, US-Politik, Washington DC, Congress Bildquelle: Denis Hiza/CC0
Die Social-Media-Plattform Parler, die vor allem bei Anhängern von US-Präsident Trump beliebt ist, bekommt nach dem Sturm auf das Kapitol viel Gegenwind zu spüren. Konkret bedeutete das nicht nur den Raus­wurf bei Google und Apple, auch Amazon kündigte Parler fristlos. Parler, das auch gerne als "rechtes Twitter" beschrieben wird, wurde nach den jüngsten Ausschreitungen von allen großen IT-Konzernen fallengelassen. Grund dafür ist, dass dem Netzwerk vorgeworfen wird, die zentrale Organisationsplattform für den Sturm auf das Kapitol gewesen zu sein und nichts gegen Gewalt- und Mordaufrufe getan zu haben. Das bedeutete konkret eben den Rauswurf aus den beiden relevanten mobilen App-Stores und auch die Kündigung beim Cloud-Dienst von Amazon (AWS).

Klage gegen Amazon

Gerade der AWS-Rauswurf bedeutet für Parler ein komplettes Aus, denn ohne die Cloud-Infrastruktur existiert der Dienst de facto nicht mehr. Und Parler hat auch umgehend auf die Verbannung reagiert, denn man hat gestern eine Klage gegen Amazon eingereicht. Darin wirft Parler dem AWS-Betreiber vor, dass der Rauswurf "offensichtlich durch politische Animositäten motiviert ist".

Das soziale Netzwerk ist außerdem der Ansicht, dass das Wie des Rauswurfs ungesetzlich sei, da Amazon keine 30-tägige Kündigungsfrist eingehalten habe. Parler argumentiert außerdem, dass Amazon gemeinsam mit Twitter gegen Anti-Monopol-Gesetze verstoße.

Amazon hat die Vorwürfe gegenüber SlashGear als unbegründet zurückgewiesen: "AWS stellt Kunden aus dem gesamten politischen Spektrum Technologie und Services zur Verfügung, und wir respektieren das Recht von Parler, selbst zu bestimmen, welche Inhalte sie zulassen. Es ist jedoch klar, dass es auf Parler erhebliche Inhalte gibt, die zu Gewalt gegen andere auffordern und anstiften, und dass Parler nicht in der Lage oder nicht willens ist, diese Inhalte umgehend zu identifizieren und zu entfernen, was einen Verstoß gegen unsere Servicebedingungen darstellt."

Amazon schreibt weiter, dass man Parler bereits vor Wochen auf seine Bedenken aufmerksam gemacht habe. Allerdings habe Amazon während dieser Zeit "eine deutliche Zunahme dieser Art von gefährlichen Inhalten, nicht eine Abnahme" gesehen, was zur Aussetzung der Dienste geführt habe.

Siehe auch:
Kongress, Washington, Kapitol, US-Politik, Washington DC, Congress Kongress, Washington, Kapitol, US-Politik, Washington DC, Congress Denis Hiza/CC0
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