ProSiebenSat.1: Großer Investor zieht sein Geld schnell wieder ab
Der Finanzinvestor KKR zieht sich nach nicht einmal einem halben Jahr wieder aus seiner Beteiligung an ProSiebenSat.1 Media zurück. Träume eines großen deutschen Medien-Giganten verpuffen damit plötzlich.
KKR war erst im Frühjahr 2020 in den Privatfernseh-Konzern eingestiegen. Der Finanzinvestor hatte 4,7 Prozent am Unternehmen erworben. Dies hatte insbesondere auch deshalb für einige Aufregung in der Medienbranche gesorgt, denn KKR ist auch mehrheitlicher Besitzer des Axel Springer-Verlages. Dies schürte natürlich Gerüchte, dass die beiden Unternehmen zusammengelegt werden könnten, wodurch in Deutschland ein neuer, riesiger Medienkonzern entstanden wäre.
Aber auch der nun erfolgte Schritt könnte Bewegung in den Sektor bringen. Denn hier bietet sich nun für Mediaset die Gelegenheit, den eigenen Einfluss auf ProSiebenSat.1 auszubauen. Der italienische Fernseh-Konzern hält aktuell 9 Prozent der Anteile direkt und kann über Derivate noch weiteren Einfluss ausüben. Die Italiener wollen ohnehin gern ein europaweites TV-Netzwerk aufbauen.
Was KKR zum Ausstieg bewogen hat, ist unbekannt. Eine offizielle Stellungnahme des Investmentunternehmens gibt es nicht. Allerdings kann man davon ausgehen, dass man die Beteiligung an ProSiebenSat.1 weniger als strategische Geschäftsoption gesehen hat, sondern eher als reines Investment.
Und wie sich dieses zukünftig entwickelt, ist höchst fraglich. Denn das klassische Fernsehen steht trotz der Zuhause-Zeiten in der Corona-Pandemie ordentlich unter Druck - insbesondere die Privatsender, die damit leben müssen, dass viele Firmen weniger Geld für Werbung übrig haben. Und im Internet haben die Privatsender nur wenig zu melden. Gegen Branchengrößen wie Netflix kommen sie hier kaum an, so dass eine Investition in die TV-Konzerne auf lange Sicht kaum lohnenswert erscheint.
Siehe auch: Joyn Plus+: ProSiebenSat.1 schickt Netflix-Konkurrenten ins Rennen
Aber auch der nun erfolgte Schritt könnte Bewegung in den Sektor bringen. Denn hier bietet sich nun für Mediaset die Gelegenheit, den eigenen Einfluss auf ProSiebenSat.1 auszubauen. Der italienische Fernseh-Konzern hält aktuell 9 Prozent der Anteile direkt und kann über Derivate noch weiteren Einfluss ausüben. Die Italiener wollen ohnehin gern ein europaweites TV-Netzwerk aufbauen.
Was KKR zum Ausstieg bewogen hat, ist unbekannt. Eine offizielle Stellungnahme des Investmentunternehmens gibt es nicht. Allerdings kann man davon ausgehen, dass man die Beteiligung an ProSiebenSat.1 weniger als strategische Geschäftsoption gesehen hat, sondern eher als reines Investment.
Und wie sich dieses zukünftig entwickelt, ist höchst fraglich. Denn das klassische Fernsehen steht trotz der Zuhause-Zeiten in der Corona-Pandemie ordentlich unter Druck - insbesondere die Privatsender, die damit leben müssen, dass viele Firmen weniger Geld für Werbung übrig haben. Und im Internet haben die Privatsender nur wenig zu melden. Gegen Branchengrößen wie Netflix kommen sie hier kaum an, so dass eine Investition in die TV-Konzerne auf lange Sicht kaum lohnenswert erscheint.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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