Huawei-Manager soll Münchner Team mit Spionage beauftragt haben
Schwere Vorwürfe gegen Huawei: Mitarbeiter des Huawei-Forschungszentrums in München haben öffentlich gemacht, wie sie von einem Manager des Konzerns beauftragt wurden, den Konkurrenten Cisco auszuspionieren.
Solche Vorwürfe sind dabei nicht ganz neu. Schon Anfang dieses Jahres hatten wir berichtet, dass der Bundesregierung Beweise für Industriespionage im Auftrag von Huawei vorliegen. Doch jetzt gibt es einen konkreten Vorfall, der Mitarbeiter aus München betrifft. Mehrere Mitglieder des Entwicklungsteams von Huawei haben sich an Welt am Sonntag gewendet und den Fall geschildert.
Untermauert wurden diese Vorwürfe mit einem umfangreichen Schriftverkehr, den die Mitarbeiter dazu gesammelt haben - vor allem, weil ihnen die Beauftragung durch den Manager nicht rechtens vorkam. Dementsprechend wollten sie diesem Auftrag, die Konkurrenz auszuschnüffeln, nicht nachkommen. Sie versuchten laut dem Bericht zunächst, das Ansinnen des Managers durch die eigene Rechtsabteilung prüfen zu lassen, doch zu einer solchen Prüfung soll es dann gar nicht gekommen sein.
Das zur Spionage beauftragte Team gibt es mittlerweile auch gar nicht mehr in der damaligen Form. Nachdem sie sich gegen den Auftrag ausgesprochen hatten, wurde ein Mitarbeiter gekündigt, einer degradiert und bei einem weiteren der Vertrag nicht verlängert, heißt es in dem Bericht der Welt.
Auf Nachfrage beim Sitz des Forschungszentrums in München hatte Huawei gegenüber der Welt erklärt, dass dieser Vorfall "weder gegen externe gesetzliche oder vertragliche Vorschriften noch gegen interne Richtlinien zu irgendeinem Zeitpunkt verstoßen habe".
Siehe auch:
Konkurrenten Cisco sollte ausspioniert werden
Demnach hatte ein ihnen vorgesetzter Konzern-Manager die IT-Spezialisten "im März 2019 beauftragt, eine wichtige Software des Konkurrenten Cisco auszuforschen und sie auf unerlaubte Weise nachzubauen", berichtet das Nachrichtenmagazin.Untermauert wurden diese Vorwürfe mit einem umfangreichen Schriftverkehr, den die Mitarbeiter dazu gesammelt haben - vor allem, weil ihnen die Beauftragung durch den Manager nicht rechtens vorkam. Dementsprechend wollten sie diesem Auftrag, die Konkurrenz auszuschnüffeln, nicht nachkommen. Sie versuchten laut dem Bericht zunächst, das Ansinnen des Managers durch die eigene Rechtsabteilung prüfen zu lassen, doch zu einer solchen Prüfung soll es dann gar nicht gekommen sein.
Das zur Spionage beauftragte Team gibt es mittlerweile auch gar nicht mehr in der damaligen Form. Nachdem sie sich gegen den Auftrag ausgesprochen hatten, wurde ein Mitarbeiter gekündigt, einer degradiert und bei einem weiteren der Vertrag nicht verlängert, heißt es in dem Bericht der Welt.
Auf Nachfrage beim Sitz des Forschungszentrums in München hatte Huawei gegenüber der Welt erklärt, dass dieser Vorfall "weder gegen externe gesetzliche oder vertragliche Vorschriften noch gegen interne Richtlinien zu irgendeinem Zeitpunkt verstoßen habe".
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