Google: Ab Januar wird Android 11 auf neuen Smartphones zur Pflicht

Android 11 wird Pflicht - ganz langsam. Google will ab Anfang 2021 keine neuen Smartphones mehr zertifizieren, wenn auf ihnen ab Werk noch das alte Android 10 vorinstalliert wird. Nach und nach dürften dann auch die letzten Hersteller nur noch Geräte mit der neuen Version 11 einführen.
Samsung, Android 10, Samsung Galaxy S10+, Samsung Galaxy S10 Plus, Samsung One UI 2.0
Dudu Rocha
Wie Mishaal Rahman, Chefredakteur von XDA-Developers auf Twitter unter Berufung auf den Zertifizierungs-Dienstleister Flame Group anmerkte, lässt Google nur noch bis zum 31. Januar 2021 die Anmeldung von Android-Geräten mit der Version 10 des mobilen Betriebssystems zu. Bis zu diesem Datum können Gerätehersteller also noch Produkte für die Zertifizierung vormerken lassen, die mit Android 10 laufen.

...einige Geräte kommen dennoch auch 2021 noch mit Android 10

Aktuell kommen noch immer vereinzelt Geräte mit Android 10 auf den Markt. Auch nach dem von Rahman bzw. Flame Group genannten Datum ändert sich daran wohl noch für einige weitere Monate nichts. Hintergrund dessen ist, dass zwischen der Zertifizierung eines Produkts für die Verwendung der Google-Dienste und -Apps bis zur tatsächlichen Verfügbarkeit der Geräte im Markt durchaus eine längere Zeit vergehen kann.

Bei der Zertifizierung setzt Google außerdem das Datum der Anmeldung für die Zulassung als "Cut-Off"-Termin an und nicht etwa den Termin, an dem die Zertifizierung tatsächlich erfolgt. Die Gerätehersteller können ihre Produkte so schon Wochen oder Monate im Voraus anmelden. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass deshalb, zumindest in den ersten Monaten des Jahres 2021, noch diverse neue Produkte mit Android 10 auf den Markt kommen, auch wenn das End-Datum für die Zertifizierung für die Google Mobile Services auf Basis von Android 10 schon im Januar verstrichen ist.

Dabei dürfte es sich allerdings nur noch in seltenen Fällen um höherpreisige und häufiger um sehr günstige Smartphones oder Tablets handeln. Meist sind die Anbieter günstigerer neuer Geräte nicht gewillt, Ausgaben für die Software-Entwicklung rund um eine neuere Android-Version in Kauf zu nehmen. Da die meisten günstigen Smartphones ohnehin von Drittfirmen für die jeweiligen Marken entwickelt werden, kommen sie häufiger mit einer veralteten Android-Version auf den Markt.
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