Nächstes Opfer der Digitalisierung:
Der IKEA-Katalog ist Geschichte
Beim Möbel-Riesen IKEA geht jetzt ebenfalls eine Ära zu Ende: Über 70 Jahre hinweg erschien regelmäßig der Katalog über die gesamte Produktpalette - doch das ist nun vorbei und die Publikation wird eingestellt.
Vorbei also die Zeit, in der einmal jährlich das Druckerzeugnis über die jeweils aktuellen Waren informierte, die in den Möbelhäusern erworben werden können. Dies ist natürlich der fortschreitenden Digitalisierung geschuldet. Von der Entscheidung des Unternehmens ist allerdings nicht nur der Print-Katalog betroffen. Auch eine digitale Ausgabe werde es zukünftig nicht mehr geben, hieß es.
Von Seiten IKEAs hieß es, dass man sich darüber bewusst ist, dass man hier nicht nur eine rationale, sondern auch eine emotionsgeladene Entscheidung getroffen hat. Doch die sich immer weiter verändernden Gewohnheiten bei der Mediennutzung machten diesen Schritt letztlich notwendig. Immerhin würden die Verbraucher zunehmend ohnehin keine Jahresplanung bei den Produkten mehr erwarten, sie informieren sich vielmehr tagesaktuell im Netz.
Unterdessen kletterte in der letzten Zeit der Zugriff auf die Online-Angebote rasant - insbesondere auch angetrieben von der Corona-Pandemie. Als Millionen Menschen kurzfristig mit der Umgestaltung ihrer Wohnungen begannen, um Homeoffice und den Schulbesuch per Videokonferenz angenehmer zu gestalten, verzeichnete IKEA einen Ansturm in seinem Online-Shop. Im August lagen die Abrufzahlen hier beispielsweise 45 Prozent über dem Vorjahreswert. 4 Milliarden Besucher wurden in dem Monat gezählt - eine solche Menge ist über den Print-Katalog ohnehin nicht zu erreichen.
Von Seiten IKEAs hieß es, dass man sich darüber bewusst ist, dass man hier nicht nur eine rationale, sondern auch eine emotionsgeladene Entscheidung getroffen hat. Doch die sich immer weiter verändernden Gewohnheiten bei der Mediennutzung machten diesen Schritt letztlich notwendig. Immerhin würden die Verbraucher zunehmend ohnehin keine Jahresplanung bei den Produkten mehr erwarten, sie informieren sich vielmehr tagesaktuell im Netz.
Corona-Ansturm gab den Ausschlag
Der erste IKEA-Katalog erschien im Jahr 1951 noch ausschließlich in schwedischer Sprache. Der Höhepunkt der dann folgenden Entwicklung ist noch gar nicht zu lang her: 2016 erreichte man mit 200 Millionen gedruckten Exemplaren in 32 Sprachen die Höchstmarke. Seit dem Jahr 2000 gibt es parallel jeweils auch eine digitale Version des Kataloges.Unterdessen kletterte in der letzten Zeit der Zugriff auf die Online-Angebote rasant - insbesondere auch angetrieben von der Corona-Pandemie. Als Millionen Menschen kurzfristig mit der Umgestaltung ihrer Wohnungen begannen, um Homeoffice und den Schulbesuch per Videokonferenz angenehmer zu gestalten, verzeichnete IKEA einen Ansturm in seinem Online-Shop. Im August lagen die Abrufzahlen hier beispielsweise 45 Prozent über dem Vorjahreswert. 4 Milliarden Besucher wurden in dem Monat gezählt - eine solche Menge ist über den Print-Katalog ohnehin nicht zu erreichen.
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Christian Kahle
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