Schüler & Versicherer im Einklang: Klimaschutz viel stärker durchsetzen

Aus gleich zwei Richtungen wurde jetzt mehr Nachdruck beim Klimaschutz eingefordert. Ungewöhnlich genug sind beide - sowohl eine von der Fri­days for Future-Bewegung initiierte Studie als auch ein mahnender Appell der Versicherungs- und Finanzwirtschaft. Das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie hat sich die aktuellen Klima- und Emis­sions-Daten vorgenommen und mit den Klima-Programmen der Bundesregierung abgeglichen. Die von den Jugendlichen der Fridays for Future (FFF)-Bewegung in Auftrag ge­ge­be­ne und von der GLS Bank mitfinanzierte Studie sollte klären, inwieweit mit den der­zei­tig ver­folgten Vorhaben die Ziele aus dem Pariser Abkommen eingehalten werden können.

Das Ergebnis ist wenig überraschend: Der Beitrag, den Deutschland für das 1,5-Grad-Ziel leisten müsste, stimmt mit der aktuellen Politik schlicht nicht überein. Die Ziele der Bun­des­re­gie­rung sehen vor, im Jahr 2050 komplett klimaneutral zu werden. Um die in Paris be­schlos­se­nen Werte einhalten zu können, müsste man aber wesentlich schneller sein: 2035 wäre als Termin zu setzen, hieß es in der Studie.

Klare Empfehlungen

Angesichts dessen, dass die Bundesregierung schon in der Vergangenheit ihre Klimaziele nie erreichte, scheint das eine völlig unrealistische Sache zu sein. In der Untersuchung wird al­ler­dings auch herausgearbeitet, dass Deutschland durchaus in der Lage wäre, die not­wen­di­gen Maßnahmen binnen der kommenden 15 Jahre umzusetzen - auch wenn es nicht leicht ist.

Das Institut benennt auch klare Meilensteine, die dringend angegangen werden müssten - im Folgenden einige Beispiele:

  • Die Ausbauziele für Wind- und Solarenergie müssten auf 25 Gigawatt pro Jahr verdoppelt werden.
  • Bis 2035 müsste auch eine Infrastruktur geschaffen werden, mit der 70 bis 90 Gigawatt in Wasserstoff vorgehalten werden können. Bisher sind nur 10 Gigawatt angepeilt.
  • Der Autoverkehr müsste sich bis 2035 halbieren.
  • Inlandsflüge wären komplett zu streichen, Auslandsflüge sollten um 25 Prozent reduziert werden.
  • Die Sanierungsrate beim Gebäudebestand müsste von aktuell 1 Prozent im Jahr auf noch nie dagewesene 4 Prozent hochgetrieben werden.
  • Ab der kommenden Legislaturperiode müsste der Einbau neuer Heizungen, die fossile Brennstoffe nutzen, verboten werden. Aktuell liegt der Anteil bei Neuanlagen noch bei 80 Prozent.
  • Die CO2-Bepreisung müsste auf 180 Euro pro Tonne steigen, um die Industrie zu Einsparungen zu zwingen. Dieser Preis wurde in der Vergangenheit schon von mehreren anderen Forschungseinrichtungen vorgeschlagen.

Eine vergleichbare Untersuchung, bei der die realen Vorhaben der Politik mit ihren in Paris zugesagten Zielen abgeglichen werden, gab es bisher so nicht. Deshalb mussten jetzt die Schüler der FFF-Bewegung aktiv werden. Ziemlich unerwartete Schützenhilfe erhalten sie dabei aus der Finanzwirtschaft. Auch diese hat jetzt Forderungen an die Wirtschaft vorgelegt, in denen die Anpassung der Aktivitäten auf das 1,5-Grad-Ziel gefordert wird.

Finanzgeschäfte zunehmend riskant

Federführend war hier unter anderem die Al­li­anz, weitere 136 Unternehmen aus dem Fi­nanz- und Versicherungs-Sektor un­ter­zeich­ne­ten das Papier. Dieses richtet sich konkret an 1800 Un­ter­nehmen weltweit, die zu den größten Ver­ur­sa­chern von Klima­emis­sio­nen gezählt wer­den. Von diesen wird verlangt, dass sie ih­ren CO2-Ausstoß um mindestens 25 Prozent reduzieren.

Dass ausgerechnet die Finanzwirtschaft hier vo­ran­geht, hat klare Ursachen. Sowohl als Ver­si­che­rer als auch für Investmentfirmen wird das alltägliche Geschäft angesichts der zu­neh­men­den Effekte des Klimawandels immer ris­kan­ter. Die Schäden durch Na­tur­ka­tas­tro­phen gehen rasant nach oben und längerfristige In­ves­ti­tion­en in stabile Wirtschaftsbereiche sind zu­neh­mend schwieriger machbar. Die Un­ter­neh­men berufen sich unter anderem auf Pro­gno­sen, nach denen ein fortschreitender Kli­ma­wan­del in 50 Jahren zu jährlichen Mehr­kos­ten von mehreren Billionen Dollar führen wird.

Siehe auch:


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