CO2 bei Plugin-Hybriden: Hersteller gewöhnen sich das Lügen nicht ab
Elektroautos sind zweifellos die Zukunft, ein Verbot von Verbrennern ist vielerorts bereits beschlossene Sache. So genannte Plugin-Hybride gelten als Kompromisslösung, die beide "Welten" zufriedenstellt, nämlich Reichweite und Umweltschutz. Doch zu letzterem gibt es Zweifel.
Dass die Autoindustrie schummelt, ist mittlerweile landläufig bekannt. Das Bekanntwerden des Dieselskandals liegt mittlerweile fünf Jahre zurück, doch nun behauptet eine britische Studie, dass die Autobauer es erneut oder nach wie vor nicht allzu genau mit der Wahrheit nehmen.
Denn dort wird aufgezeigt, dass sogenannte Plug-in-Hybride (PHEV), bei denen die Batterie entweder per Steckdose oder Verbrennermotor aufgeladen wird, deutlich mehr Kohlendioxid ausstoßen, als es die Hersteller angeben. Der Unterschied zu anderen Hybridfahrzeugen besteht übrigens darin, dass die anderen nicht extern aufgeladen werden können, man also weiterhin nur von Benzin oder Diesel abhängig ist. Infografik: Eine Million E-Autos bis 2022?
Die gemeinsam von Transport & Environment sowie Greenpeace durchgeführte Studie basiert auf Daten von immerhin 20.000 Hybridfahrzeugen aus ganz Europa. Deren Fahrer haben einerseits der Datenerfassung von sich aus zugestimmt, andererseits wurden Firmen- und Leihautos herangezogen.
Laut der Studie (PDF) greifen die wenigsten auf den vermeintlichen Vorteil von PHEVs zu und laden die Batterie nur selten extra auf. Dazu kommt, dass sich auch beim elektrischen Modus der Verbrenner gegen den Wunsch oder Plan des Fahrers aktiviert. Die BBC (via t3n) bezeichnet Plugin-Hybride als "Wolf im Schafspelz", denn bei längeren Fahrten, ohne Aufladen und bei aggressiver Fahrweise, stoßen Plugin-Hybride sogar mehr Kohlendioxid aus als Verbrenner derselben Klasse.
Denn dort wird aufgezeigt, dass sogenannte Plug-in-Hybride (PHEV), bei denen die Batterie entweder per Steckdose oder Verbrennermotor aufgeladen wird, deutlich mehr Kohlendioxid ausstoßen, als es die Hersteller angeben. Der Unterschied zu anderen Hybridfahrzeugen besteht übrigens darin, dass die anderen nicht extern aufgeladen werden können, man also weiterhin nur von Benzin oder Diesel abhängig ist. Infografik: Eine Million E-Autos bis 2022?
Die Wahrheit seeeehr gedehnt
So heißt es, dass die so genannten Plug-in Hybrid Electric Vehicles (PHEV) durchschnittlich 117 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer ausstoßen. Das ist knapp drei Mal so viel, wie man in den offiziellen Labortests bzw. Angaben nachlesen kann, dort sind es nämlich 44 Gramm CO2 pro Kilometer.Die gemeinsam von Transport & Environment sowie Greenpeace durchgeführte Studie basiert auf Daten von immerhin 20.000 Hybridfahrzeugen aus ganz Europa. Deren Fahrer haben einerseits der Datenerfassung von sich aus zugestimmt, andererseits wurden Firmen- und Leihautos herangezogen.
Laut der Studie (PDF) greifen die wenigsten auf den vermeintlichen Vorteil von PHEVs zu und laden die Batterie nur selten extra auf. Dazu kommt, dass sich auch beim elektrischen Modus der Verbrenner gegen den Wunsch oder Plan des Fahrers aktiviert. Die BBC (via t3n) bezeichnet Plugin-Hybride als "Wolf im Schafspelz", denn bei längeren Fahrten, ohne Aufladen und bei aggressiver Fahrweise, stoßen Plugin-Hybride sogar mehr Kohlendioxid aus als Verbrenner derselben Klasse.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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