Noch ein Rekord: Der Müll-Berg der IT-Branche wächst ins Gigantische

Bundesnetzagentur, Elektroschrott, Zulassung, Prüfung Bildquelle: Pixabay
Die IT-Branche sorgt nicht nur bei Rechenleistungen und Börsenkursen für immer neue Rekorde. Sie verursacht auch einen immer größeren Berg an Elektroschrott, der weiterhin nur in kleinen Teilen einer Wiederverwertung zugeführt wird. Laut Daten der Vereinten Nationen stieg die Menge des weltweit entstandenen Elektroschrotts im vergangenen Jahr auf 53,6 Millionen Tonnen an. Das sind noch einmal gut zwei Millionen Tonnen mehr als im vorhergehenden Jahr. Diese Menge entspricht ungefähr der Masse von 350 großen Kreuzfahrtschiffen, erklärten die Verantwortlichen hinter der Untersuchung, um diese Menge besser anschaulich zu machen.

Gerade einmal ein Sechstel der anfallenden Menge an aussortierten Altgeräten landet in einem Recycling-Prozess. Und das ist aus volkswirtschaftlicher und ökologischer Perspektive eine regelrechte Katastrophe. Denn in dem riesigen Berg, der irgendwo entsorgt wird, stecken enorme Werte. Alleine die Anteile an Kupfer, Gold und diversen anderen Metallen summieren sich auf einen Wert von 57 Milliarden Dollar. Und statt sie erneut zum Einsatz zu bringen, müssen neue Materialien aus der Erde geholt und oft aufwendig aufbereitet werden.

Problematische Stoffe

Hinzu kommt natürlich das Problem, dass der IT-Müll, der oft genug nicht nach besonders hohen Standards entsorgt wird, zu einem gravierenden Umweltproblem werden kann. Denn viele enthaltene Substanzen sind für die Pflanzen- und Tierwelt und auch die Menschen in der jeweiligen Umgebung schädlich. Wenn die Geräte sich langsam zersetzen werden Kunststoffverbindungen, Brandschutzmittel, Weichmacher und Quecksilber frei.

Das Wachstum der Branche setzt sich immer weiter fort. Die Haltbarkeit der meisten Produkte steigt auch nicht an. Und die Hersteller werfen auf der Suche nach neuen Umsatzquellen immer weitere Produktkategorien auf den Markt. Geht es weiter wie bisher, dürfte der Müllberg binnen der kommenden zehn Jahre auf 74 Millionen Tonnen jährlich anschwellen.

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