Microsoft wollte US-Drogenbehörde Gesichtserkennung verkaufen
Microsoft hat offenbar lange Zeit mit hohem Aufwand versucht, Behörden der US-Regierung eigene Technologien zur Gesichtserkennung zu verkaufen. Laut Menschenrechtlern hätten die Behörden damit die Möglichkeit bekommen, eine große Zahl von US-Bürgern zu erfassen.
Nach Angaben der ACLU (American Civil Liberties Union), die sich vor allem für die Rechte von Minderheiten einsetzt, wollte Microsoft in den Jahren 2017 und 2018 die US-Bundesbehörde DEA (Drug Enforcement Agency) als Großkunde für seine Gesichtserkennungs-Technologien gewinnen. Dazu wurde mit großem Aufwand darum geworben, die Anti-Drogen-Behörde von den Microsoft-Produkten zu überzeugen, heißt es.
Im Jahr 2018 hatte sich in der amerikanischen Öffentlichkeit eine große Diskussion rund um Gesichtserkennungs-Technologie im Behördeneinsatz entwickelt, weil die Bundespolizei FBI entsprechende Produkte in wenig großem Maßstab einsetzte und dabei auch die Gesichter diverser unbeteiligter Bürger erfasste. Im Fall der DEA wirft die ACLU Microsoft vor allem vor, dass der Konzern versucht habe, jener Behörde eine "gefährliche" Technologie zu verkaufen, die einen "rassistischen Drogenkrieg" gegen die Bürger des Landes führe.
Der damals aktive US-Generalbundesanwalt hatte zuvor der DEA mehr Überwachungsbefugnisse zugestanden. Aktuell mache die ACLU vor allem deshalb auf Microsofts Versuche des Verkaufs von Technologien zur Gesichtserkennung aufmerksam, weil sie einen Missbrauch derartiger Lösungen zur Überwachung von Personen befürchtet, die sich an den landesweiten Protesten gegen überzogene Polizeigewalt beteiligen.
DEA und Microsoft starteten Pilotprogramm
Der ACLU zufolge gab es nicht nur diverse Termine, an denen Microsoft seine Technologie Vertretern der DEA vorführte. Neben Training-Sessions habe die Behörde die Microsoft-Gesichtserkennung sogar im Rahmen eines Pilotprogramms getestet. Letztlich verzichtete die DEA aber offenbar auf den Kauf von Microsofts Technologien, wohl vor allem weil der öffentliche Druck zu groß geworden war.Im Jahr 2018 hatte sich in der amerikanischen Öffentlichkeit eine große Diskussion rund um Gesichtserkennungs-Technologie im Behördeneinsatz entwickelt, weil die Bundespolizei FBI entsprechende Produkte in wenig großem Maßstab einsetzte und dabei auch die Gesichter diverser unbeteiligter Bürger erfasste. Im Fall der DEA wirft die ACLU Microsoft vor allem vor, dass der Konzern versucht habe, jener Behörde eine "gefährliche" Technologie zu verkaufen, die einen "rassistischen Drogenkrieg" gegen die Bürger des Landes führe.
Der damals aktive US-Generalbundesanwalt hatte zuvor der DEA mehr Überwachungsbefugnisse zugestanden. Aktuell mache die ACLU vor allem deshalb auf Microsofts Versuche des Verkaufs von Technologien zur Gesichtserkennung aufmerksam, weil sie einen Missbrauch derartiger Lösungen zur Überwachung von Personen befürchtet, die sich an den landesweiten Protesten gegen überzogene Polizeigewalt beteiligen.
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