Corona treibt Gesichtserkennung voran: Vermummung hilft nicht mehr

Eine der Nebenwirkungen der aktuellen Coronavirus-Epidemie besteht darin, dass man sich zukünftig nicht mehr durch Vermummung vor Gesichtserkennungs-Systemen schützen kann. Die Hersteller haben hier in Windeseile nachgebessert. Seit dem Ausbruch der Seuche in China versuchen sich immer mehr Menschen durch Atemmasken vor einer Infektion zu schützen. Das bringt in einem Überwachungsstaat wie China natürlich das Problem mit, dass die allgegenwärtigen Kameras mit nachgelagerter Gesichtserkennung nicht mehr hinreichend funktionieren. Die Hersteller standen daher unter Druck, ihre KI-Systeme weiterzuentwickeln.

Der führende Anbieter in dem Bereich heißt SenseTime. Laut einem Bericht der South China Morning Post kann dieser bereits mit einem Update aufwarten, durch das die Systeme Menschen auch wiederkennen, wenn sie die bekannten Gesichtsmasken tragen. Die verbesserte Technologie wird bereits ausgerollt.

Ohne Gesicht geht nichts

Für China ist dies sehr wichtig, denn die zahlreichen Gesichtserkennungssysteme überwachen die Bevölkerung quasi flächendeckend. Und aus den automatisierten Beobachtungen wird eine Punktwertung erstellt. Das dahinterstehende Sozialkredit-System hat direkte Folgen auf den Alltag: Wer sich nicht hinreichend konform verhält, bekommt schlechter Flugtickets, eine langsamere Internet-Verbindung und höhere Steuersätze.

Die biometrischen Verfahren zur Gesichtserkennung nutzen markante Punkte an Augen, Nase und Mund. Die Abstände zwischen diesen ist relativ einzigartig und kann zur Identifikation genutzt werden. Bis zu 240 verschiedene Messpunkte können hier genutzt werden. SenseTime schafft es nun aber auch schon mit 14 Punkten von Augen und Nasen-Ansatz, die auch bei getragenen Atemmasken noch frei liegen, eine hinreichend gute Erkennungsrate zu gewährleisten.

Auch diverse andere Anbieter, die in China häufig vertreten sind, haben es inzwischen geschafft, ihre Erkennungsraten trotz Atemschutz auf das geforderte Niveau zu bringen. Die fraglichen Technologien werden davon ausgehend sicherlich auch zügig über Chinas Grenzen hinaus Verbreitung finden, so dass im Zweifelsfall herkömmliche Vermummungen auch hierzulande beispielsweise nicht mehr ausreichen könnten, um unerkannt über einen größeren Bahnhof zu gehen, wenn sich Ideen aus dem Bundesinnenministerium eines Tages doch durchsetzen.

Siehe auch: Gesichtserkennung am Bahnhof: Seehofer rudert jetzt gewaltig zurück Huawei, Honor, Gesichtserkennung, Face ID, 3D-Scanner Huawei, Honor, Gesichtserkennung, Face ID, 3D-Scanner Honor
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