Verlage verklagen das Internet Archive wegen kostenlosen Büchern
Das Internet Archive dürfte den meisten ein Begriff sein, das gemeinnützige Projekt hat auch diverse Schwerpunkte: Man archiviert Webseiten und alte Videospiele, ist aber auch eine Bibliothek. Doch der freie Zugang zu Büchern könnte dem Projekt zum Verhängnis werden.
Das Internet Archive hat im Zuge der Coronakrise einen Schritt durchgeführt, für den man seinerzeit Beifall bekommen hat. Denn man hat 1,3 Millionen Bücher kostenlos und ohne Einschränkungen verfügbar gemacht, das sollte bis zum Ende der Covid-19-Maßnahmen so bleiben.
Bisher konnte sich eine Person ein gescanntes Werk für einen Zeitraum von 14 Tagen ausleihen. Die "National Emergency Library", also "Notstandsbibliothek", sollte vor allem Schülern und Lehrern zugutekommen. Davor waren die gescannten Bücher eben nur eingeschränkt verfügbar.
Nun muss sich das Internet Archive einer Klage stellen, die Folgen für das gesamte Projekt hat und es sogar in seiner Existenz gefährdet. Denn wie die New York Times berichtet, hat eine Gruppe an Verlagen das Internet Archive verklagt und bezeichnet die Notstandsbibliothek als schlichtweg "Diebstahl".
Maria A. Pallante, Präsidentin der Association of American Publishers, sagte, dass es "weder innovativ noch transformativ" sei, komplette Bücher, an denen man keine Rechte hat, zu verschenken. Die Klage wirft dem Projekt vor, "mutwillig massenhafte Urheberrechtsverletzungen" begangen zu haben. Dahinter stehen die Verlagsriesen Hachette Book Group, HarperCollins Publishers, John Wiley & Sons und Penguin Random House.
Brewster Kahle, Gründer und Betreiber des Portals, verteidigte den Schritt und sagte, dass das Internet Archive während der Pandemie als Bibliothek auftrete, da echte Bibliotheken geschlossen seien. Er meinte zudem, dass Autoren ihre Werke per Opt-Out ausschließen können.
Die Verleger verweisen aber u. a. auf den Umstand, dass echte Bibliotheken anders operieren, denn diese bezahlen Lizenzgebühren und operieren auch mit diversen Einschränkungen. Das Internet Archive hingegen scannt gespendete oder gekaufte Bücher und stellt diese dann online. Das ist ein problematischer Ansatz, der dem Projekt nun zum Verhängnis werden könnte.
Bisher konnte sich eine Person ein gescanntes Werk für einen Zeitraum von 14 Tagen ausleihen. Die "National Emergency Library", also "Notstandsbibliothek", sollte vor allem Schülern und Lehrern zugutekommen. Davor waren die gescannten Bücher eben nur eingeschränkt verfügbar.
Nach Kritik von Autoren klagen die Verlage
Doch nicht alle fanden das Projekt so gut, denn recht bald gab es kritische Worte von Autoren, die meinten, dass sie davon gefährdet sind und dass die vom Internet Archive bereitgestellten Bücher illegale Verstöße gegen das Urheberrecht seien.Nun muss sich das Internet Archive einer Klage stellen, die Folgen für das gesamte Projekt hat und es sogar in seiner Existenz gefährdet. Denn wie die New York Times berichtet, hat eine Gruppe an Verlagen das Internet Archive verklagt und bezeichnet die Notstandsbibliothek als schlichtweg "Diebstahl".
Maria A. Pallante, Präsidentin der Association of American Publishers, sagte, dass es "weder innovativ noch transformativ" sei, komplette Bücher, an denen man keine Rechte hat, zu verschenken. Die Klage wirft dem Projekt vor, "mutwillig massenhafte Urheberrechtsverletzungen" begangen zu haben. Dahinter stehen die Verlagsriesen Hachette Book Group, HarperCollins Publishers, John Wiley & Sons und Penguin Random House.
Brewster Kahle, Gründer und Betreiber des Portals, verteidigte den Schritt und sagte, dass das Internet Archive während der Pandemie als Bibliothek auftrete, da echte Bibliotheken geschlossen seien. Er meinte zudem, dass Autoren ihre Werke per Opt-Out ausschließen können.
Die Verleger verweisen aber u. a. auf den Umstand, dass echte Bibliotheken anders operieren, denn diese bezahlen Lizenzgebühren und operieren auch mit diversen Einschränkungen. Das Internet Archive hingegen scannt gespendete oder gekaufte Bücher und stellt diese dann online. Das ist ein problematischer Ansatz, der dem Projekt nun zum Verhängnis werden könnte.
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