Kerbal Space Program 2: Take-Two trieb Entwicklerstudio in den Ruin

Simulation, Kerbal Space Program, Kerbal Space Program 2 Bildquelle: KerbalSpaceProgram@Youtube
Wenn beliebte Kult-Spiele unter die Kontrolle großer Publisher fallen, haben die Gamer selten mit Vorteilen zu rechnen. Das zeigt sich nun einmal mehr am Beispiel des zweiten Teil der Raumfahrt-Simulation Kerbal Space Program. Vor einigen Jahren wurden die Rechte an dem Game von Take-Two und damit einem der größten Gaming-Konzerne der Welt übernommen. Dieser vergab den Auftrag für die Arbeit am zweiten Teil an das Independent-Studio Star Theory, das zuvor schon kleinere Erfolge feiern konnte. Bis zum Dezember letzten Jahres lief auch alles gut - dann aber gerieten organisatorische und wirtschaftliche Interessen der beiden Partner in Konflikt und inzwischen braucht kein Kerbal-Fan mehr damit rechnen, den Nachfolger planmäßig in diesem Jahr auf den Tisch zu bekommen.

Alles begann damit, dass weitere Inhalte in Kerbal Space Program 2 aufgenommen werden sollten, wofür Take-Two dem Entwicklerstudio einige Monate mehr Zeit einräumen wollte. Das machte aber Nachverhandlungen zum Gesamtvertrag notwendig, da ja entsprechend auch Vergütungen über längere Zeit gezahlt werden mussten und sich andere Dinge änderten. Die Gespräche liefen allerdings nicht besonders glatt und plötzlich begann der wirtschaftlich überlegene Auftraggeber seine Macht auszuspielen, wie aus einem Bericht der US-Nachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht.


Die Macht der Großen

Anfang Dezember bekamen demnach alle Entwickler, die bei Star Theory an dem Spiel arbeiteten, eine Nachricht von Take-Two. Darin wurde ihnen ein Arbeitsvertrag bei einem neugegründeten Studio unter dem Dach des Publishers angeboten, von dem Kerbal Space Program 2 fortan weiterentwickelt werden soll. Alle bei Star Theory inklusive des Managements wurden davon überrascht.

Stand heute ist das Entwicklungsteam, das von Beginn an am zweiten Teil arbeitete, auseinandergerissen. Einige Leute nahmen das Angebot an, andere wollten auf keinen Fall zum großen Publisher, da sie aus guten Gründen lieber bei einem kleineren Unternehmen arbeiteten - denn das bedeutet in der Regel zwar ein höheres Risiko, aber auch mehr Einflussmöglichkeiten und eine bessere Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg eines Spiels.

Star Theory wurde durch den plötzlich weggefallenen Großauftrag nicht nur vieler wichtiger Mitarbeiter beraubt, sondern musste in den Konkurs gehen. Im Januar und Februar sammelte man noch Ideen, mit denen man auf der Game Developers Conference im März um einen neuen Vertrag mit einem Publisher werben wollte. Doch die Veranstaltung - und damit die letzte Chance für das Studio - fiel durch die aufkommende Corona-Pandemie aus.

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