Huawei wegen US-Embargo im Panik-Modus:
Chips für 2 Jahre auf Lager
Der chinesische Hersteller Huawei hat nach Angaben von Quellen aus der Lieferkette seine Bevorratung von Smartphone- und anderen Komponenten aus der Fertigung von US-Partnern noch einmal deutlich ausgebaut. Aktuell habe man Vorräte für bis zu zwei Jahre.
Wie der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei Asian Review unter Berufung auf Quellen aus dem direkten Umfeld von Huawei berichtet, hat das Unternehmen in Folge des US-Embargos und der jüngst erfolgten erneuten Verschärfung den Umfang der Menge eingelagerter Komponenten noch einmal gesteigert. Zuletzt war davon die Rede, dass Huawei Teile für rund ein Jahr auf Halde haben soll.
Inzwischen hat man angeblich noch größere Mengen eingekauft, so dass mittlerweile Komponenten und Produkte anderer Art für die Fertigung neuer Geräte über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren vorgehalten werden. Erst in der letzten Woche hatte Huawei verlauten lassen, dass man 2019 Teile, Materialien und Chips im Wert von umgerechnet gut 21,1 Milliarden Dollar zur Einlagerung eingekauft hat - ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Darüber hinaus versucht Huawei auch Server-Prozessoren von Intel und AMD zu horten, da nur mit ihnen die diversen von dem Unternehmen gefertigten Server-Systeme bestückt werden können. Da AMD und Intel zusammen rund 98 Prozent des weltweiten Marktes für Server-CPUs ausmachen, gibt es für Huawei auch in diesem Fall schlichtweg keine wirklichen Ausweichmöglichkeiten, so dass man auf die beiden US-Firmen angewiesen ist.
Darüber hinaus kauft Huawei auch diverse Speicherprodukte auf Vorrat, darunter Arbeitsspeicher und Flash-Speicher von Herstellern wie Samsung, SK Hynix, Micron und Kioxia und versucht dabei auch, sich die künftige Verfügbarkeit der Produkte vertraglich zusichern zu lassen. Dies ist vor allem auch darauf zurückzuführen, dass Huawei intern wohl eine Ausweitung der US-Sanktionen fürchtet, durch die die Versorgung des Unternehmens mit Speichermodulen abgeschnitten werden könnte.
In China gibt es bisher keine eigene Fertigung von wettbewerbsfähigen Produkten dieser Art. Doch die Bevorratung der Komponenten kann Huawei nur über eine begrenzte Zeit vor Problemen bewahren. Weil ständig eine Weiterentwicklung der Produkte erfolgt, sind die bevorrateten Erzeugnisse meist schon innerhalb weniger Jahre nicht mehr auf dem neuesten Stand und die damit ausgerüsteten fertigen Systeme nicht mehr voll wettbewerbsfähig.
Inzwischen hat man angeblich noch größere Mengen eingekauft, so dass mittlerweile Komponenten und Produkte anderer Art für die Fertigung neuer Geräte über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren vorgehalten werden. Erst in der letzten Woche hatte Huawei verlauten lassen, dass man 2019 Teile, Materialien und Chips im Wert von umgerechnet gut 21,1 Milliarden Dollar zur Einlagerung eingekauft hat - ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Huawei hortet vor allem FPGA- und Server-Chips
Der vorratsmäßige Einkauf von Komponenten erfolgt dem Bericht zufolge vor allem bei Chips der US-Hersteller Xilinx, Intel und AMD. Xilinx' FPGA-Chips sind für Huawei vor allem für die Verwendung in Mobilfunk-Basestations von essentieller Bedeutung, da sie frei programmierbar sind und in diversen Produkten des chinesischen Konzerns zum Einsatz kommen. Alternative Anbieter derart leistungsfähiger FPGAs außerhalb der USA gibt es schlichtweg nicht.Darüber hinaus versucht Huawei auch Server-Prozessoren von Intel und AMD zu horten, da nur mit ihnen die diversen von dem Unternehmen gefertigten Server-Systeme bestückt werden können. Da AMD und Intel zusammen rund 98 Prozent des weltweiten Marktes für Server-CPUs ausmachen, gibt es für Huawei auch in diesem Fall schlichtweg keine wirklichen Ausweichmöglichkeiten, so dass man auf die beiden US-Firmen angewiesen ist.
Darüber hinaus kauft Huawei auch diverse Speicherprodukte auf Vorrat, darunter Arbeitsspeicher und Flash-Speicher von Herstellern wie Samsung, SK Hynix, Micron und Kioxia und versucht dabei auch, sich die künftige Verfügbarkeit der Produkte vertraglich zusichern zu lassen. Dies ist vor allem auch darauf zurückzuführen, dass Huawei intern wohl eine Ausweitung der US-Sanktionen fürchtet, durch die die Versorgung des Unternehmens mit Speichermodulen abgeschnitten werden könnte.
In China gibt es bisher keine eigene Fertigung von wettbewerbsfähigen Produkten dieser Art. Doch die Bevorratung der Komponenten kann Huawei nur über eine begrenzte Zeit vor Problemen bewahren. Weil ständig eine Weiterentwicklung der Produkte erfolgt, sind die bevorrateten Erzeugnisse meist schon innerhalb weniger Jahre nicht mehr auf dem neuesten Stand und die damit ausgerüsteten fertigen Systeme nicht mehr voll wettbewerbsfähig.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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