US-Embargo: Huawei unter Zeitdruck auf der Suche nach neuen CPUs
Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei versucht durch die Verwendung von Chips aus alternativen Quellen neue Wege zu finden, um den massiven Sanktionen der US-Regierung entgegenzuwirken. Dazu werden immer mehr Prozessoren extern eingekauft.
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf seine internen Nachforschungen berichtet, schwenkt Huawei bei seinen Smartphones zunehmend auf Plattformen von Drittherstellern um. An Stelle der Produkte aus der hauseigenen Chipschmiede HiSilicon sollen SoCs von Drittfirmen wie MediaTek verstärkt verwendet werden.
Für die zweite Jahreshälfte 2020 wird jetzt damit gerechnet, dass Huawei auch beginnt, die stärkeren 5G-SoCs von MediaTek einzukaufen. Darüber hinaus will der chinesische Konzern aber wohl auch versuchen, Chips von Qualcomm und anderen Herstellern einzukaufen, um die Probleme bei der Fertigung seiner eigenen Chips bei TSMC abzufedern.
Der weltgrößte Vertragsfertiger von Smartphone-Prozessoren darf nämlich wegen einer erneuten Verschärfung der US-Sanktionen keine Chips mehr für Huawei produzieren. Ab September darf TSMC Huawei nicht mehr beliefern. Gleichzeitig dürfte man auch noch andere Partner suchen, die ihre Prozessoren beisteuern können. Allerdings gibt es neben Qualcomm und MediaTek eigentlich nur noch Samsung und den chinesischen Anbieter UniSOC, die Smartphone-Plattformen liefern können.
Samsung ist allerdings einer der Hauptkonkurrenten für Huawei im Smartphone-Bereich, während UniSOC aktuell aus technischer Sicht noch nicht mit den anderen Anbietern mithalten kann. Im Fall von Qualcomm wäre außerdem auch noch eine Lizenz der US-Behörden nötig, ohne die die Kalifornier ihre Produkte nicht an Huawei liefern dürfen.
MediaTek als schnelle Lösung, Qualcomm & Samsung einzige Alternativen
MediaTeks neue 5G-fähige Prozessoren aus der Dimensity-Serie sind bereits in einigen ersten neuen Smartphones von Huawei im Einsatz, wobei sich deren Vertrieb bisher noch auf China beschränkt. Zuletzt hat das Unternehmen begonnen, größere Stückzahlen des Mittelklasse-SoCs MediaTek Dimensity 800 einzukaufen, die vor allem in günstigeren Smartphones von Huawei und seiner Tochtermarke Honor verbaut werden.Für die zweite Jahreshälfte 2020 wird jetzt damit gerechnet, dass Huawei auch beginnt, die stärkeren 5G-SoCs von MediaTek einzukaufen. Darüber hinaus will der chinesische Konzern aber wohl auch versuchen, Chips von Qualcomm und anderen Herstellern einzukaufen, um die Probleme bei der Fertigung seiner eigenen Chips bei TSMC abzufedern.
Der weltgrößte Vertragsfertiger von Smartphone-Prozessoren darf nämlich wegen einer erneuten Verschärfung der US-Sanktionen keine Chips mehr für Huawei produzieren. Ab September darf TSMC Huawei nicht mehr beliefern. Gleichzeitig dürfte man auch noch andere Partner suchen, die ihre Prozessoren beisteuern können. Allerdings gibt es neben Qualcomm und MediaTek eigentlich nur noch Samsung und den chinesischen Anbieter UniSOC, die Smartphone-Plattformen liefern können.
Samsung ist allerdings einer der Hauptkonkurrenten für Huawei im Smartphone-Bereich, während UniSOC aktuell aus technischer Sicht noch nicht mit den anderen Anbietern mithalten kann. Im Fall von Qualcomm wäre außerdem auch noch eine Lizenz der US-Behörden nötig, ohne die die Kalifornier ihre Produkte nicht an Huawei liefern dürfen.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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