Google: Keine aktive Zusammenarbeit mit der Öl-Industrie mehr

Förderung, öl, Erdöl, Pumpe Bildquelle: Pixabay
Der zunehmende Druck auf die Technologie-Branche zeigt inzwischen Wir­kung: Google hat als erster großer Anbieter erklärt, keine KI-An­wen­dun­gen zu entwickeln, mit denen man gezielt Kunden in der Öl-Industrie ansprechen kann. Für die großen Cloud-Anbieter sind die Mineralölkonzerne mit ihrer noch immer bestehenden großen Wirtschaftskraft aus wirtschaftlicher Perspektive sehr interessante Kunden. Allerdings merkten Kritiker immer wieder an, dass es ein deutlicher Widerspruch ist, wenn sich die IT-Konzerne nach außen gern als große Klimaschützer aufspielen, die Vorreiter in der Um­stel­lung auf regenerative Energien sind, und auf der anderen Seite die Ölbranche mit dem Ver­spre­chen umgarnen, dass die neuesten KI-Dienste die Erschließung von Ölvorkommen so ef­fi­zient wie nie durchführen können.

Sowohl Amazon, Microsoft als auch Google haben die Ölkonzerne lange gezielt umworben. Bei Google rückt man davon nun aber ab. Man entwickle keine maßgeschneiderten KI-Lö­sun­gen mehr, mit denen sich die Erschließung von Öl- und Gas-Lagerstätten vorantreiben lasse, erklärte Will Grannis, Technikchef der Cloud-Sparte Googles, kürzlich in einem Interview.

Keine Änderung bei Amazon

In einer weitergehenden Stellungnahme ge­gen­über dem Magazin One Zero hieß es, dass Google Cloud natürlich allgemeine In­fra­struk­tur­leis­tungen für verschiedene Industrien be­reit­stel­le und hier Kunden aus der Ölindustrie nicht ausschließe. Man bestätigte aber, dass für diese keine speziellen Anwendungen entwickelt wer­den sollen. Das ist eine deutliche Abkehr von früheren Bemühungen, die lukrativen Auf­trä­ge an Land zu ziehen.

Amazon hingegen richtet sich weiterhin mit speziellen Angeboten an die Ölbranche. Gleich­zei­tig ist der Handelskonzern aber auch mit dem stärksten Gegenwind konfrontiert: In der Be­leg­schaft gibt es ein größeres Netzwerk von Mitarbeitern, die sich aktiv für die Um­set­zung wei­ter­gehender Klimaschutzmaßnahmen einsetzen und dafür auch schon in Warn­streiks ge­tre­ten sind.

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