Öl-Industrie vor dem Abgrund - Tech-Firmen verdrängen Exxon Mobil
Die technische und gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte macht immer deutlicher, dass die Öl-Industrie ihren Zenit längst überschritten hat. Als sehr deutliches Beispiel ist nun auch noch Exxon Mobile aus dem wichtigsten Börsenindex der Welt geflogen.
Kein anderes Unternehmen war länger Mitglied des erlauchten Dow Jones-Kreises. 92 Jahre lang gehörte die Aktie Exxon Mobils zu dem Index, der eigentlich Dow Jones Industrial Average (DJIA) heißt und die 30 größten beziehungsweise wertvollsten Unternehmen der USA enthält. Der Ölkonzern war lange sogar der Primus der Gruppe, wird aber seit Jahren von einem Technologie-Unternehmen nach dem anderen überholt.
Was seitdem passiert ist, zeigt sich besonders deutlich an der derzeitigen Spitze des Dow Jones': Der Computerkonzern Apple rutschte erst im Jahr 2015 in die 30er-Gruppe hinein und ist inzwischen das am höchsten gewichtete Wertpapier. Inzwischen gehören sieben Konzerne der ITK-Branche zum Index (Apple, Microsoft, IBM, Intel, Cisco, Verizon und der Neuling Salesforce als Ersatz für Exxon) - und nur noch eines aus der Ölindustrie (Chevron).
In dem Papier geht man inzwischen davon aus, dass die Corona-Krise quasi den Startschuss für einen langfristigen Niedergang legen wird. Denn es wurde die Erfahrung gemacht, dass insbesondere im Verkehr viele Wege und damit Öl-Verbräuche eigentlich gar nicht nötig sind. Letztlich sind die aktuellen Ereignisse aber nur der Zündfunke, der die Entwicklung zu ihrem Anfang etwas beschleunigt.
2019 wird der Prognose zufolge damit für alle Zeiten den absoluten Rekord an gefördertem Erdöl ausmachen. Ganz zum erliegen kommt die Branche allerdings noch sehr lange nicht. Denn das Erdöl ist ein wichtiger Rohstoff für viele andere Branchen, Kunststoffe, Düngemittel und auch Medikamente werden aus Öl gewonnen, so dass die Schätzungen nun davon ausgehen, dass sich der Bedarf bis 2050 um 31 Prozent reduziert und 2100 nur noch 40 Prozent der heutigen Menge benötigt werden.
Was seitdem passiert ist, zeigt sich besonders deutlich an der derzeitigen Spitze des Dow Jones': Der Computerkonzern Apple rutschte erst im Jahr 2015 in die 30er-Gruppe hinein und ist inzwischen das am höchsten gewichtete Wertpapier. Inzwischen gehören sieben Konzerne der ITK-Branche zum Index (Apple, Microsoft, IBM, Intel, Cisco, Verizon und der Neuling Salesforce als Ersatz für Exxon) - und nur noch eines aus der Ölindustrie (Chevron).
Prognose des Niedergangs
Das ist letztlich nur Ausdruck dessen, dass der fortschreitende Niedergang der Ölindustrie absehbar ist. Insbesondere in Folge der Debatten um die drohende Klimakatastrophe ist klar, dass vor allem die Verbrennung des Rohstoffs stark zurückgefahren und irgendwann auch beendet werden muss. Ein bei der nicht gerade klimaradikalen US-Regierung angesiedeltes Expertengremium kam in einer neuen Analyse zu dem Schluss, dass in rund 30 Jahren etwa 80 Prozent der heute noch aktiven Ölbranche verschwunden sein wird, so ein Bericht des US-Magazins Motherboard.In dem Papier geht man inzwischen davon aus, dass die Corona-Krise quasi den Startschuss für einen langfristigen Niedergang legen wird. Denn es wurde die Erfahrung gemacht, dass insbesondere im Verkehr viele Wege und damit Öl-Verbräuche eigentlich gar nicht nötig sind. Letztlich sind die aktuellen Ereignisse aber nur der Zündfunke, der die Entwicklung zu ihrem Anfang etwas beschleunigt.
2019 wird der Prognose zufolge damit für alle Zeiten den absoluten Rekord an gefördertem Erdöl ausmachen. Ganz zum erliegen kommt die Branche allerdings noch sehr lange nicht. Denn das Erdöl ist ein wichtiger Rohstoff für viele andere Branchen, Kunststoffe, Düngemittel und auch Medikamente werden aus Öl gewonnen, so dass die Schätzungen nun davon ausgehen, dass sich der Bedarf bis 2050 um 31 Prozent reduziert und 2100 nur noch 40 Prozent der heutigen Menge benötigt werden.
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