Microsoft-President: Standen bei Open Source auf der falschen Seite

Microsoft, Präsident, Management, Brad Smith, Chief Legal Officer Bildquelle: Microsoft
Wie tiefgehend sich die Haltung der Führungsriege Microsofts zum Open Source-Prinzip verändert hat, zeigt sich nicht nur in den pragmatischen Kooperationen. Auf höchster Ebene gesteht man sich auch eine völlig falsche Ansicht zu dem Thema ein. "Microsoft stand auf der falschen Seite der Geschichte, als Open Source zu Beginn des Jahrhunderts durchstartete. Und ich kann dies auch über mich persönlich sagen", erklärte Microsoft-President Brad Smith in einem Interview mit dem Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT. Damals verlief eine scharfe Frontlinie zwischen Microsoft und dem Open Source-Lager. Insbesondere der etwas polterige Konzernchef Steve Ballmer tat sich mehrfach mit heftigen Aussagen hervor.

Smith war lange Zeit Chef der Rechtsabteilung des Unternehmens und agierte entsprechend zurückhaltender. Seine grundsätzliche Haltung ging aber wohl in die gleiche Richtung. Das Gute sei aber, dass man hinzulernen und sich verändern könne, wenn man im Leben ausreichend Zeit hat, führte der Spitzenmanager des Konzerns aus. Wohin dies führen kann, sieht man heute recht deutlich.

In der Praxis bewiesen

Denn bei Microsoft hat sich nicht nur die Meinung der verantwortlichen Führungskräfte geändert, sondern die gesamte Firmenkultur. Der ehemals strenge Gegensatz zur Open Source-Szene hat sich im Grunde vollständig aufgelöst - zumindest was das Unternehmen selbst angeht. "Wenn es um Firmen geht, ist Microsoft heute der größte Einzelzulieferer zu Open Source-Projekten geworden", führte Smith aus.

Und es kommen nicht nur Code-Beiträge aus Redmond. Microsoft hat auch hinsichtlich der Infrastruktur eine enorme Verantwortung übernommen, als man die Code-Plattform GitHub übernahm, über die die meisten Software-Projekte koordiniert werden. Zum Zeitpunkt der Akquisition wollten viele Entwickler aus dem Open Source-Bereich noch nach einer neuen Heimat Ausschau halten, da man Microsoft noch immer als den großen Feind wahrnahm - in der Praxis zeigt sich inzwischen aber, dass man gut miteinander leben kann.

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