Der DVD-Screener ist Geschichte:
Keine Medien mehr vor Oscar-Juroren
Die Szene der besonderen Filmfreunde im Internet wird sich bald umorientieren müssen, um frühzeitig an neues Material zu kommen. Die DVD-Screener der Jurymitglieder rund um die Oscar-Verleihungen gehören bald der Geschichte an.
Bisher bekamen die Jury-Mitglieder die nominierten Filme als DVD oder Blu-ray zugeschickt, um sie begutachten und bewerten zu können. Und regelmäßig stellten diese Datenträger die erste Quelle dar, über die Release-Gruppen aus der großen Piraterie-Szene zuerst Zugang zu einer hochwertigen Kopie eines fertigen Films bekamen. Der Tag "DVDscr" stellte in den Tauschbörsen ein entsprechend begehrtes Qualitätsmerkmal dar.
In diesem Jahr wurden nach Angaben der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars vergibt, letztmalig vorab Filme auf optischen Medien verschickt, berichtet das Magazin TorrentFreak. Ab dem kommenden Jahr wird dieser Weg der Bereitstellung komplett wegfallen. Bei den Emmys, einem nur geringfügig weniger wichtigen Preis, hat man diesen Schritt schon in diesem Jahr vollzogen.
Vielmehr ist das Streaming auch hier die wesentlich günstigere Alternative. Denn bisher mussten im Vorfeld der Oscar-Verleihungen zehntausende Datenträger produziert werden, um alle Filme an alle Mitwirkenden zuzustellen. Da ist es wesentlich einfacher und billiger, Zugänge zu einer entsprechenden Online-Plattform einzurichten. Insofern werden wohl auch zukünftig Hollywood-Filme vor dem Kinostart ins Netz leaken, der DVDscr-Tag als altgedientes Qualitätsmerkmal könnte dann aber wegfallen.
In diesem Jahr wurden nach Angaben der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars vergibt, letztmalig vorab Filme auf optischen Medien verschickt, berichtet das Magazin TorrentFreak. Ab dem kommenden Jahr wird dieser Weg der Bereitstellung komplett wegfallen. Bei den Emmys, einem nur geringfügig weniger wichtigen Preis, hat man diesen Schritt schon in diesem Jahr vollzogen.
Streaming spart Geld
Die Umstellung erfolgt allerdings nicht mit der Hoffnung, damit die Piraterie einzudämmen. Denn auch die nun kommenden Streams, die Juroren über geschützte Verbindungen vorab Zugriff auf die Inhalte geben, werden kaum gegen Nutzer abgesichert werden können, die sich unbedingt eine Kopie anfertigen wollen. Lediglich die Verfahren müssen dafür geändert werden.Vielmehr ist das Streaming auch hier die wesentlich günstigere Alternative. Denn bisher mussten im Vorfeld der Oscar-Verleihungen zehntausende Datenträger produziert werden, um alle Filme an alle Mitwirkenden zuzustellen. Da ist es wesentlich einfacher und billiger, Zugänge zu einer entsprechenden Online-Plattform einzurichten. Insofern werden wohl auch zukünftig Hollywood-Filme vor dem Kinostart ins Netz leaken, der DVDscr-Tag als altgedientes Qualitätsmerkmal könnte dann aber wegfallen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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