Fälscher-Plattform: US-Regierung warnt vor Amazon Deutschland
In einer neuen Aufstellung der US-Regierung werden jetzt auch verschiedene Auslands-Ableger des Handelskonzerns Amazon als notorische Fälscher-Plattformen stigmatisiert. Das Unternehmen sieht darin schlicht einen politisch motivierten Angriff.
In Washington sieht man die Erstellung der Liste als Akt des Verbraucherschutzes. Hier werden diverse Online-Shops aufgeführt, bei denen die Nutzer vorsichtig sein sollten. Denn hier würden immer wieder Anbieter auftauchen, die den Kunden gefälschte Markenprodukte andrehen wollen. Auf der Liste sind unter anderem auch die Amazon-Ableger in Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Indien enthalten, berichtete das US-Magazin Politico.
Amazon reagierte mit Unverständnis auf diese Einstufung. Es trifft zwar durchaus zu, dass Produktfälscher immer wieder in den Marketplace-Bereichen der Seiten auftauchen. Doch würden die Behörden die umfangreichen Maßnahmen, die Amazon hier zum Schutz der Käufer durchführt, schlichtweg ignorieren. Man geht bei dem Unternehmen von einer anderen Motivation aus.
Denn dieser ist auf Amazon überhaupt nicht gut zu sprechen. Denn aus seiner Sicht gibt es keine Unterschiede zwischen dem Handelskonzern, seinem Gründer Jeff Bezos und der Tageszeitung Washington Post, die zu dessen Besitz gehört. Die unabhängige Berichterstattung der größten Zeitung der US-Bundeshauptstadt wurde schon mehrfach zur Zielscheibe des Weißen Hauses. Amazon sieht darin auch die Gründe, warum ein milliardenschwerer Vertrag über Cloud-Dienste für das US-Militär an den Konkurrenten Microsoft ging.
Amazon reagierte mit Unverständnis auf diese Einstufung. Es trifft zwar durchaus zu, dass Produktfälscher immer wieder in den Marketplace-Bereichen der Seiten auftauchen. Doch würden die Behörden die umfangreichen Maßnahmen, die Amazon hier zum Schutz der Käufer durchführt, schlichtweg ignorieren. Man geht bei dem Unternehmen von einer anderen Motivation aus.
Amazon vs. Trump
"Das ist ein rein politischer Akt und ein weiteres Beispiel dafür, wie die US-Regierungsbehörden benutzt werden, um eine persönliche Fehde gegen Amazon auszutragen", erklärte ein Sprecher des Handelskonzerns. Auch wenn keine namentliche Nennung erfolgt, ist letztlich doch der US-Präsident Donald Trump persönlich gemeint.Denn dieser ist auf Amazon überhaupt nicht gut zu sprechen. Denn aus seiner Sicht gibt es keine Unterschiede zwischen dem Handelskonzern, seinem Gründer Jeff Bezos und der Tageszeitung Washington Post, die zu dessen Besitz gehört. Die unabhängige Berichterstattung der größten Zeitung der US-Bundeshauptstadt wurde schon mehrfach zur Zielscheibe des Weißen Hauses. Amazon sieht darin auch die Gründe, warum ein milliardenschwerer Vertrag über Cloud-Dienste für das US-Militär an den Konkurrenten Microsoft ging.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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