Huawei P40-Serie: Teardown zeigt die Abhängigkeit von den USA
Huawei ist auch bei seinen neuen Smartphones der P40-Serie weit davon entfernt, auf Komponenten von US-Herstellern verzichten zu können. Die Analyse der verbauten Hardware zeigt, dass diverse US-Zulieferer an dem Produkt beteiligt sind.
Die britische Wirtschaftszeitung Financial Times hat die Firma XYZone aus Shenzhen damit beauftragt, eines der ersten im Handel verfügbaren Geräte auseinanderzunehmen und die Herkunft der Komponenten zu ermitteln. Dabei zeigte sich, dass doch überraschend viele der wichtigen Bauteile aus den USA beziehungsweise von US-Unternehmen stammen. So stammen die verschiedenen Teile der Funk-Einheit von Qualcomm, Skyworks und Qorvo.
Auf Nachfrage teilte Qualcomm mit, dass die Chips aus ihrem Hause mit Genehmigung des US-Handelsministeriums geliefert werden. Qorvo und Skyworks äußerten sich hingegen erst einmal nicht. Die Situation ist derzeit nicht ganz einfach. Im Kern will die US-Regierung die Lieferung von High End-Produkten an Huawei am liebsten komplett unterbinden. In der Praxis ist das allerdings nicht so einfach und es gibt verschiedene Ausnahmeregelungen.
Komponenten-Analyse von FT und XYZone
Generell lässt sich festhalten, dass sowohl P30 als auch P40 hauptsächlich aus Komponenten zusammengesetzt sind, die aus China, Südkorea und Taiwan stammen. US-Hersteller tragen nur einen vergleichsweise kleinen Teil bei, sind aber eben in wichtigen Bereichen zu finden. Gerade hier ist es nicht trivial, die Abhängigkeiten zu lösen. Teils kommen Bauteile aus unterschiedlichen Quellen zum Einsatz.
Auf Nachfrage teilte Qualcomm mit, dass die Chips aus ihrem Hause mit Genehmigung des US-Handelsministeriums geliefert werden. Qorvo und Skyworks äußerten sich hingegen erst einmal nicht. Die Situation ist derzeit nicht ganz einfach. Im Kern will die US-Regierung die Lieferung von High End-Produkten an Huawei am liebsten komplett unterbinden. In der Praxis ist das allerdings nicht so einfach und es gibt verschiedene Ausnahmeregelungen.
Komponenten-Analyse von FT und XYZone
Viele Sondergenehmigungen
Aktuell existiert beispielsweise eine generelle Genehmigung für die Lieferung von Komponenten, die in bestehenden Produkten zum Einsatz kommen. Entsprechend ist in einem zum Vergleich geöffneten P30-Smartphone einige US-Technik zu finden. Anhand des P40 zeigt sich aber auch, wie schwierig es ist, die Abhängigkeit von US-Komponenten überhaupt zu überwinden. Huawei versucht dies durchaus, um weniger angreifbar zu sein. Die weiterhin verbauten Teile seien aber allesamt völlig legal von den Handelspartnern bezogen worden, erklärte das chinesische Unternehmen. Es dürfte entsprechend auch für die anderen Hersteller verschiedene Sondergenehmigungen geben.Generell lässt sich festhalten, dass sowohl P30 als auch P40 hauptsächlich aus Komponenten zusammengesetzt sind, die aus China, Südkorea und Taiwan stammen. US-Hersteller tragen nur einen vergleichsweise kleinen Teil bei, sind aber eben in wichtigen Bereichen zu finden. Gerade hier ist es nicht trivial, die Abhängigkeiten zu lösen. Teils kommen Bauteile aus unterschiedlichen Quellen zum Einsatz.
| P30 | P40 Pro | |
|---|---|---|
| Flash | Micron (USA), Samsung (Südkorea) | Samsung (Südkorea) |
| RF-Frontend | Qualcomm (USA), Skyworks (USA), Qorvo (USA) | Qualcomm (USA), Skyworks (USA), Qorvo (USA) |
| RF-Chips | Qorvo (USA) | nicht identifizierbar |
| NFC-Chip | NXP (Niederlande) | NXP (Niederlande) |
| Display | Samsung (Südkorea) | BoE (China), LG (Südkorea) |
| SoC | Huawei HiSilicon (China) | Huawei HiSilicon (China) |
| Akku | Desay (China), Amperex (China) | Desay (China), Amperex (China) |
| Kamera | Sony (Japan) | Sony (Japan) |
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