Puzzle-Teil für Google-Freiheit:
Huawei hat jetzt eine Suchmaschine
Der chinesische Mobilfunkausrüster Huawei arbeitet weiter an der Vervollständigung einer Smartphone-Plattform, die unabhängig von Google ist. Jetzt hat man mit einer Suchmaschine ein weiteres wichtiges Puzzle-Stück gefunden.
Grundsätzlich ist es für Huawei auch bei einem vollständigen US-Boykott möglich, ein Betriebssystem auf seinen Geräten anzubieten, das kompatibel mit Android ist. Ein Problem sind aber die fehlenden Google-Dienste - insbesondere die Suchmaschine und ein Kartendienst. Beide Services lassen sich nicht ohne weiteres mit überschaubarem Investitionsaufwand selbst auf die Beine stellen, schon gar nicht in einer Qualität, die mit den Google-Produkten mithalten könnte.
Huawei ist also auf Partner angewiesen und hat für die Suche nun einen solchen gefunden: Das französische Unternehmen Qwant. Dieses hat seine gleichnamige Suchmaschine im Jahr 2013 gestartet und immer weiterentwickelt. Gemeinsam wurde die App der Suchmaschine jetzt für Huaweis Plattform angepasst und tiefergehend integriert.
Die App bietet auch weitergehende Features an. So lassen sich verschiedene Stufen für die Filterung von nicht jugendfreien Inhalten und eine automatische Sicherheitsüberprüfung besuchter Websites aktivieren. Neben diesen Eigenheiten der Qwant-Suche hat nach Angaben Huaweis auch die Tatsache für den neuen Partner gesprochen, dass dessen App schon jetzt zu den meist herunergeladenen in Huaweis eigener Download-Plattform gehört.
Huawei ist also auf Partner angewiesen und hat für die Suche nun einen solchen gefunden: Das französische Unternehmen Qwant. Dieses hat seine gleichnamige Suchmaschine im Jahr 2013 gestartet und immer weiterentwickelt. Gemeinsam wurde die App der Suchmaschine jetzt für Huaweis Plattform angepasst und tiefergehend integriert.
DSGVO im China-Phone
Und der chinesische Anbieter nutzt die Kooperation nahezu schon, um seine Gegner in den USA unterschwellig zu verhöhnen. In der Bekanntmachung der Partnerschaft betont man den hohen Datenschutz-Standard der Suchmaschine aus Europa. Diese speichere keine Cookies, welche die Identität oder den Standort des Nutzers verraten. Und bei der Analyse des Suchverhaltens hinsichtlich einer besseren Personalisierung der Suchergebnisse richtet sich der Dienst nach der Datenschutz-Grundverordnung der EU. So werden standardmäßig überhaupt keine Daten zu Nutzerprofilen gespeichert, dies geschieht erst, wenn der Anwender dem im Zuge einer persönlichen Anmeldung zustimmt.Die App bietet auch weitergehende Features an. So lassen sich verschiedene Stufen für die Filterung von nicht jugendfreien Inhalten und eine automatische Sicherheitsüberprüfung besuchter Websites aktivieren. Neben diesen Eigenheiten der Qwant-Suche hat nach Angaben Huaweis auch die Tatsache für den neuen Partner gesprochen, dass dessen App schon jetzt zu den meist herunergeladenen in Huaweis eigener Download-Plattform gehört.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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