Benchmark-Schummeln: MediaTek schießt zurück, Qualcomm dementiert
Vorwürfe des Benchmark-Schummelns sind grundsätzlich ein alter Hut, tauchen aber mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder auf. Aktuell gibt es eine ziemliche Eskalation: Denn vor kurzem wurde bekannt, dass MediaTek geschummelt haben soll, dort schießt man nun zurück.
Die Masche beim Benchmark-Schummeln ist im Wesentlichen immer dieselbe: Dabei werden Apps zum Erfassen dieser technischen Werte von einem Gerät oder einer speziellen Hardware erkannt und das System schaltet in einen Turbomodus, der nichts oder nur wenig mit realer Nutzung zu tun hat.
MediaTek reagierte aber auch mit dem Fingerzeig auf andere: Zwar nannte man keinen Namen, meinte aber, dass das jeder Prozessorhersteller so mache. Dabei war aber auch klar, dass man mit "Key Competitor", also Haupt-Mitbewerber, Qualcomm meint. Denn in den Aussagen nahm man Smartphone-Hersteller, die eigene Chips produzieren, im Wesentlichen aus - also vor allem Apple, Huawei und Samsung.
Der US-Hersteller dazu: "Das Whitelisting einer Benchmark-App wird in der Branche im Allgemeinen als Betrug angesehen, weil es den Zweck eines Benchmarks zunichtemacht, da es im Widerspruch mit der Benutzererfahrung des täglichen Gebrauch steht. Qualcomm führt kein Whitelisting durch."
Letztlich haben aber die OEMs das Sagen. Sie können also von sich aus ein solches Whitelisting freischalten und auch Qualcomm-SoCs zu besseren Benchmarks verhelfen. Fazit: Man sollte solche Ergebnisse stets mit einigermaßen großer Skepsis "genießen".
Mediatek und der "Sports Mode"
Begonnen hat die aktuelle Auseinandersetzung mit Vorwürfen gegen den chinesischen Chiphersteller MediaTek. Dieser wurde dabei vom renommierten Technik-Blog AnandTech beim Schwindeln erwischt. MediaTek dementierte die Vorwürfe auch gar nicht und meinte, dass die Hersteller den so genannten "Sports Mode" auf Wunsch ja abschalten können.MediaTek reagierte aber auch mit dem Fingerzeig auf andere: Zwar nannte man keinen Namen, meinte aber, dass das jeder Prozessorhersteller so mache. Dabei war aber auch klar, dass man mit "Key Competitor", also Haupt-Mitbewerber, Qualcomm meint. Denn in den Aussagen nahm man Smartphone-Hersteller, die eigene Chips produzieren, im Wesentlichen aus - also vor allem Apple, Huawei und Samsung.
Der Konkurrent streitet kategorisch ab
Qualcomm hat mittlerweile auf die MediaTek-Vorwürfe reagiert und gegenüber Android Authority kategorisch dementiert, dass man mit Whitelists arbeitet. Es werden also grundsätzlich keine speziellen Modi aktiviert, wenn ein bestimmtes Programm erkannt wird.Der US-Hersteller dazu: "Das Whitelisting einer Benchmark-App wird in der Branche im Allgemeinen als Betrug angesehen, weil es den Zweck eines Benchmarks zunichtemacht, da es im Widerspruch mit der Benutzererfahrung des täglichen Gebrauch steht. Qualcomm führt kein Whitelisting durch."
Letztlich haben aber die OEMs das Sagen. Sie können also von sich aus ein solches Whitelisting freischalten und auch Qualcomm-SoCs zu besseren Benchmarks verhelfen. Fazit: Man sollte solche Ergebnisse stets mit einigermaßen großer Skepsis "genießen".
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