5G: MediaTek schnappt Qualcomm ein großes Stück vom Kuchen weg
Der "kleine" taiwanische Chiphersteller MediaTek sichert sich mit einer vor allem auf günstigere Geräte ausgerichteten Strategie und einem Fokus auf den Sub-6-GHz-Bereich derzeit ein großes Stück vom 5G-Kuchen. MediaTek macht damit Qualcomm erheblich Konkurrenz.
Wie der Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf nicht näher benannte Marktbeobachter berichtet, ist MediaTek mit seiner auf den Sub-6-Bereich ausgerichteten Taktik bereits sehr erfolgreich. Das Unternehmen versucht vor allem im 5G-Boom-Markt China Marktanteile zu erlangen und lockt dabei die dort ansässigen Smartphone-Hersteller mit günstigen SoCs, die die chinesischen 5G-Netze unterstützen.
Gleichzeitig leidet Qualcomm als US-Hersteller angeblich auch unter den Auswirkungen der andauernden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China. Wegen des Vorgehens gegen Huawei und anderen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern auf wirtschaftlicher Ebene soll Qualcomm deutlich weniger Chips an chinesische Hersteller liefern können, als der Firma aus San Diego wohl lieb wäre, heißt es.
MediaTek gilt unterdessen als Profiteur der Krise zwischen den USA und China, so dass man derzeit angeblich bessere Chancen auf den Vertrieb von 5G-Chips in großen Mengen hat als Qualcomm. Hinzu kommt, dass MediaTek wohl die bevorzugte Alternative für den schwer von US-Sanktionen gebeutelten chinesischen Huawei-Konzern sein dürfte, wenn es darum geht, die von dem US-Embargo betroffenen Huawei-eigenen HiSilicon Kirin SoCs zu ersetzen.
Fokus auf Sub-6-GHz-Netze zahlt sich aus
Da in China ausschließlich Sub-6-GHz-Netze entstehen und man dort praktisch vollständig auf mmWave-Netze in höheren Frequenzbereichen verzichtet, deckt MediaTek mit seinen SoCs wie dem Dimensity 800 und Dimensity 1000 genau diesen Markt vollständig ab. Qualcomm setzte hingegen von Anfang an auch auf mmWave-fähige Plattformen, wobei sich der Ausbau der entsprechenden Netze aufgrund der Coronavirus-Pandemie weiter verzögert.Gleichzeitig leidet Qualcomm als US-Hersteller angeblich auch unter den Auswirkungen der andauernden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China. Wegen des Vorgehens gegen Huawei und anderen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern auf wirtschaftlicher Ebene soll Qualcomm deutlich weniger Chips an chinesische Hersteller liefern können, als der Firma aus San Diego wohl lieb wäre, heißt es.
MediaTek gilt unterdessen als Profiteur der Krise zwischen den USA und China, so dass man derzeit angeblich bessere Chancen auf den Vertrieb von 5G-Chips in großen Mengen hat als Qualcomm. Hinzu kommt, dass MediaTek wohl die bevorzugte Alternative für den schwer von US-Sanktionen gebeutelten chinesischen Huawei-Konzern sein dürfte, wenn es darum geht, die von dem US-Embargo betroffenen Huawei-eigenen HiSilicon Kirin SoCs zu ersetzen.
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