Ortung von Kranken & Kontakten:
Justiz bremst Corona-Tracking-Pläne
Gesundheitsminister Jens Spahn wollte Corona-Infizierte und Kontaktpersonen per Auswertung von Mobilfunkdaten überwachen. Nach Bekanntwerden des Plans hagelte es Kritik. Jetzt hat das Justizministerium dem Vorhaben eine Absage erteilt - vorerst.
Gesundheitsminister Jens Spahn hatte den Plan gefasst, die Mobilfunkanbieter noch mehr in die Pflicht zu nehmen: Sie sollten zur Überwachung von Corona-Kranken und deren Kontakten personenbezogene Daten liefern - China und Südkorea hatten die Methode eingesetzt, in Bezug auf Datenschutz in Deutschland wäre es aber ein echter Tabubruch. Jetzt wurde Spahn vom Justizministerium zurückgepfiffen. Infografik: So entwickeln sich die Corona-Kurven
Wie heise schreibt, sah sich Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) nur einen Tag nach Bekanntwerden der Pläne Spahns dazu veranlasst, im "ARD-Bericht aus Berlin" klarzustellen, dass der Gesetzgeber das Vorhaben, wie vom Gesundheitsminister beschrieben, nicht weiter verfolgen werde - damit erteilt man dem entsprechenden Gesetzentwurf, der laut Bericht der FAZ von Samstag schon in der Vorbereitung war, eine Absage.
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Das Tracking von Corona-Kranken per Mobilfunkdaten ist vom Tisch
Seit letzter Woche stellen Mobilfunkanbieter dem Robert-Koch-Institut anonymisierte Daten ihrer Netze zur Verfügung. Diese sollen einen Rückschluss darauf zulassen, wie die Ausgangs- und Kontakt-Beschränkungen wirken und im Zweifelsfall auch Erklärungen liefern, wenn in bestimmten Regionen mehr Infektionen auftreten.Gesundheitsminister Jens Spahn hatte den Plan gefasst, die Mobilfunkanbieter noch mehr in die Pflicht zu nehmen: Sie sollten zur Überwachung von Corona-Kranken und deren Kontakten personenbezogene Daten liefern - China und Südkorea hatten die Methode eingesetzt, in Bezug auf Datenschutz in Deutschland wäre es aber ein echter Tabubruch. Jetzt wurde Spahn vom Justizministerium zurückgepfiffen. Infografik: So entwickeln sich die Corona-Kurven
Wie heise schreibt, sah sich Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) nur einen Tag nach Bekanntwerden der Pläne Spahns dazu veranlasst, im "ARD-Bericht aus Berlin" klarzustellen, dass der Gesetzgeber das Vorhaben, wie vom Gesundheitsminister beschrieben, nicht weiter verfolgen werde - damit erteilt man dem entsprechenden Gesetzentwurf, der laut Bericht der FAZ von Samstag schon in der Vorbereitung war, eine Absage.
Nicht kategorisch ausgeschlossen
Wie Lambrecht ausführt, könne aber auch sie nicht ausschließen, dass es im weiteren Verlauf der Corona-Krise zur Erhebung personenbezogener Daten kommen kann. Allerdings mahnt sie, dass zur Ausgestaltung eines entsprechenden Gesetzes eine grundsätzliche Diskussion in Bezug auf wichtige Faktoren wie zeitliche Beschränkung sowie Kontroll- und Einwilligungs-Mechanismen nicht zu vermeiden sei. Nach ihrer Ansicht müsse jetzt erst einmal prinzipiell geklärt werden, ob sich die durch eine Ortung erhofften Effekte überhaupt mit einer Auswertung von Funkzellendaten erreichen lassen.Coronavirus-Special Alle WinFuture-Meldungen zu Covid-19
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