Mobilfunk-Chips hinken hinterher:
Nokia holt sich jetzt Hilfe bei Intel

Möglicherweise hilft es zwei Unternehmen, die zuletzt bei Mobilfunk-Technologien kaum vorangekommen sind, wenn sie zukünftig zusammenarbeiten. Zumindest hoffen sowohl Nokia als auch Intel darauf und haben eine Kooperation vereinbart.
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Nadine Dressler
Nokia hatte zuletzt einige Probleme, mit den eigenen 5G-Anlagen voranzukommen. Die Zusammenarbeit mit Intel soll nun helfen, die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Kurz zuvor hatte der finnische Netzwerkausrüster auch verkündet, die gleiche Vereinbarung mit Marvell Technologies getroffen zu haben, so dass man nun wirklich auf einige Kompetenz in der Chipentwicklung zurückgreifen kann.

Die Finnen setzen aktuell große Hoffnungen in einen SoC mit dem Codenamen Reefshark. In diesem soll im Grunde das gesamte Computing-System, das in 5G-Basisstationen benötigt wird, auf einem Bauelement zusammengefasst werden. Das würde die Produktion natürlich günstiger und schneller machen, was angesichts des global beginnenden Aufbaus von 5G-Infrastrukturen unbedingt nötig wäre, wenn man nicht zu viele Marktanteile an die Konkurrenz abgeben will.

Wissens- und Erfahrungsaustausch

Allerdings kam man mit der Entwicklung der neuen Plattform hier nicht so schnell voran wie erhofft. Die neuen Partner sollen da mit ihrer Expertise hilfreich zur Seite stehen. Eine Beschleunigung der Fertigstellung ist auch nötig, weil Nokia sonst nicht nur zeitlich in Verzug gerät, sondern auch Qualitativ nicht mit einem Anbieter wie Huawei mithalten kann und wohl große Aufträge verlieren würde.

Für Intel ist solch eine Zusammenarbeit natürlich auch von hohem Interesse. Denn der Chipkonzern ist in Sachen 5G-Technologie zuletzt auch ordentlich ins Hintertreffen geraten. Daher kann die Erfahrung einer Zusammenarbeit mit Nokia in dem Bereich durchaus einen wichtigen Beitrag leisten, die eigenen Produkte besser zu machen und somit wieder stärker gegen den Marktführer Qualcommm anzukommen.

Siehe auch: Deutsche Telekom: Nokia ist als Huawei-Alternative viel zu schlecht
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