Microsofts Mixer: Nach Entlassungen herrscht Frust im Team

Microsofts Streaming-Dienst Mixer hat wohl noch weitaus tiefergehende Probleme, als die schlechten Zahlen ohnehin schon zeigten. Sowohl die Zusammensetzung als auch die Stimmung des Teams scheinen kaum auf Erfolg ausgerichtet zu sein.
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Public Domain
Mit Mixer will Microsoft dem Platzhirsch Twitch, der zum Konkurrenten Amazon gehört, etwas entgegensetzen. Die jüngsten Daten von Marktforschern zeigten allerdings bereits, dass Microsoft dem Wettbewerber schlicht nicht das Wasser reichen kann, obwohl Microsoft viel Geld in die Abwerbung prominenter Spiele-Streamer gesteckt hat. Die Nutzung der Plattform stagniert seit Monaten.

In einem Bericht des US-Magazins OnMsft, dem entsprechende Berichte aus dem Mixer-Team vorliegen, sieht es intern nicht besser aus, als die Zahlen vermuten lassen. In den vergangenen Monaten gab es demnach Budget-Kürzungen durch das übergeordnete Management, was unter anderem zur Entlassung von 16 Mitarbeitern führte. Inzwischen soll Mixer nur noch von einem Rumpf-Team geführt werden, was unter anderem auch dazu führt, dass die Veröffentlichung neuer Features längst nicht mehr nach den bisherigen Terminplanungen erfolgen kann.

Platte Motivationsreden

Statt einer hohen Moral gibt es im Team aufgrund dessen vor allem eine ganze Menge Frust. Da half es auch nicht, dass die neue Geschäftsführerin Shilpa Yadla, die eingesetzt wurde, nachdem das frühere Führungsteam nahezu komplett gegangen ist, den verbliebenen Mitarbeitern mit ziemlich platten Motivationsreden eine neue Richtung zu geben versucht.

Das hatte eher einen gegenteiligen Effekt. Insbesondere, da sie auch wenig Verständnis für den Frust bei den Beschäftigten zeigte, sondern erklärte, dass sie keinerlei Toleranz für Negativität aufbringen wolle und auch nicht da sei, um sympathisch zu wirken. "Jetzt will ich natürlich unbedingt für sie arbeiten, danke fürs Zuhören", wird ein Angehöriger des Mixer-Teams anschließend zitiert. Inzwischen versucht Yadla dem Vernehmen nach mit Einzelgesprächen einen neuen Kurs in die Abteilung zu bringen. Ob dies ausreicht, um eine Trendwende herbeizuführen, bleibt allerdings abzuwarten.

Siehe auch: Twitch-Konkurrenz Mixer wird für Microsoft trotz Stars zum teuren Flop
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