Vorwahlen: Demokraten blamieren sich mit App bis auf die Knochen

In der Nacht auf heute hat die Demokratische Partei die Suche nach einem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2020 offiziell gestartet, in Iowa wurden die ersten Vorwahlen durchgeführt. Doch das kann man schon jetzt als Debakel bezeichnen, Grund dafür ist die Wahl-App.
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Gage Skidmore/CC BY-SA 3.0
Chaos, Blamage, Desaster. Das sind nur einige der Umschreibungen für das, was sich bei den Vorwahlen in Iowa abgespielt hat bzw. sich nach wie vor abspielt. Beim so genannten Caucus, also einer Versammlung von Mitgliedern der Demokraten, sollte der erste Schritt in der durchaus langen Suche nach einem Herausforderer für US-Präsident Donald Trump erfolgen.

Die Vorwahlen in Iowa sind dabei zwar die ersten, sie spielen jedoch eher eine symbolische Rolle und werden nicht als wahlentscheidend angesehen. Dennoch ist es ein erster wichtiger Stimmungstest für die Demokraten. Doch bisher ist die Wahl ohne Ergebnis.

Wir können alles - außer Wahlen

Denn obwohl die Vereinigten Staaten die fortschrittlichste IT-Industrie der Welt haben, so schafft man es nicht, ohne technische Pannen Wahlen durchzuführen. Bei den Vorwahlen in Iowa ist es aber wohl ein schwerer Fall von Pfusch und Inkompetenz, denn laut einem Report der New York Times handelt es sich hierbei um eine "systemweite Katastrophe".

Laut der renommierten US-Tageszeitung haben sich die Demokraten bei der für die Wahl vorgesehenen App (es ist das erste Mal, dass eine zum Einsatz kommt) gleich drei schwere Nachlässigkeiten erlaubt: Erstens wurde die App nicht auf Sicherheit untersucht, um Manipulationen zu verhindern. Zweitens gab es offenbar keine Tests mit Nutzern, um zu überprüfen, ob das Ganze überhaupt funktioniert. Schließlich wurden die Partei-Verantwortlichen nicht trainiert, wie man die App benutzt.

Parteimitglieder haben die erforderliche App im Vorfeld zum Teil nicht heruntergeladen, es gab wohl auch Probleme beim Einloggen. Das Chaos hat auch damit zu tun, dass einige erkannt haben, dass das mit der App schiefgehen wird und zur bisherigen telefonischen Stimmabgabe zurückkehren wollten.

Das war aber so nicht vorgesehen und seither kämpfen die Offiziellen, diesen "surrealen Eröffnungsakt" in den Griff zu bekommen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass das für die Republikaner ein gefundenes Fressen ist und sie den Konkurrenten derzeit mit Spott überschütten.
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