FBI verhaftet Drahtzieher eines rechtsextremen "Swatting"-Ringes

Usa, Polizei, Festnahme, SWAT Bildquelle: Pixabay
Der US-Bundespolizei ist ein Schlag gegen eine noch verhältnismäßig junge Form der Kriminalität gelungen, nämlich das so genannte Swatting. Hier werden Sondereinheiten der Polizei auf Unschuldige gehetzt. Nun konnte das FBI einen regelrechten Ring ausheben. Als Swatting bezeichnet man das Anrufen bei der Polizei, bei dem eine schwere Straftat erfunden wird. Dabei wird die Adresse eines Opfers angegeben, sodass oftmals Sondereinheiten der Polizei die Wohnungen und Häuser von Unschuldigen stürmen. Mit "Spaßanrufen" hat das nichts zu tun: So ist Ende 2017 ein Streit zweier Gamer, bei dem einer dem anderen die Polizei per Swatting ins Haus schickte, tragisch zu Ende gegangen, da ein Unbeteiligter erschossen wurde.

Wie Ars Technica berichtet, sind das alles andere als Einzelfälle. Im Gegenteil: Die US-Behörden haben vor kurzem einen Mann namens John William Kirby K. verhaftet und angeklagt, der die zentrale Figur einer losen Organisation gewesen sein soll, die für dutzende Swatting-Attacken und Bombendrohungen verantwortlich war.

Die Gruppe hat sich über IRC und Tor-basierte Dienste abgesprochen und hat bekannte Gamer, Journalisten und Regierungsvertreter per Swatting ins Visier genommen. Außerdem ist mindestes ein Fall einer Bombendrohung gegen eine von Afroamerikanern besuchte Kirche bekannt.

Die Chats der Gruppe belegen den rechtextremen bzw. neonazistischen Hintergrund der Gruppe, der Sicherheitsexperte Brian Krebs war eines der Opfer des Swatting-Rings, er berichtete auch als erster von der Verhaftung.

Kommissar Zufall hat geholfen

Bei der Verhaftung spielte Zufall bzw. Nachlässigkeit eine wesentliche Rolle: Denn K. sprach eine Bombendrohung gegen seine eigene Universität aus (weil er offenbar keine Lust auf eine Vorlesung hatte) und rief wenig später erneut bei der Campus-Polizei an.

Beim ersten Anruf konnte er u. a. per VPN erfolgreich seine Nummer unterdrücken, vergaß dies aber beim zweiten Mal. Die Polizei kam zur Vermutung, dass die beiden Anrufe zusammenhängen könnten und konnten später per Durchsuchungsbefehl zahlreiche Videos, Chats und andere Beweise für die Aktivitäten von K. sicherstellen. Ihm drohen nun bis zu fünf Jahre Haft. Usa, Polizei, Festnahme, SWAT Usa, Polizei, Festnahme, SWAT Pixabay
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