Doppelt Irisch: So vermeidet Google Milliarden an Steuerzahlungen
Die Google-Mutter Alphabet hat durch das Ausnutzen eines aktuell noch bestehenden Steuerschlupfloches erneut einen Betrag von mehreren Milliarden Dollar eingespart. Die Lücke ist zwar inzwischen geschlossen - Alphabet profitiert hier allerdings von einem Bestandsschutz.
Im Grunde handelt es sich um eine Kombination aus zwei Verfahren, die Alphabet einsetzt, um Gelder möglichst optimal am Fiskus vorbeizuschleusen, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Diese werden als "Doppelt Irisch" und "Niederländisches Sandwich" bezeichnet.
Dabei werden die Einnahmen aus der Werbevermarktung durch eine in den Niederlanden registrierte Tochtergesellschaft geschleust, die selbst über gar keine Mitarbeiter verfügt. Die Firma gibt es seit dem Jahr 2004 und wird seitdem für den Steuertrick genutzt. Das Sandwich entsteht hier, weil die Gelder teils von Google Ireland Limited sowie einer weiteren Niederlassung in Singapur stammen.
Zum Doppelten Irisch kommt es im nächsten Schritt, wenn die Beträge dann an eine Tochter namens Google Ireland Holdings Unlimited weitergeleitet werden, die auf den Bermudas registriert ist. Dort kann das Geld dann problemlos verbucht werden, weil hier keine Steuern auf Unternehmenserträge zu zahlen sind.
Für Alphabet ist das eine sehr lohnende Sache. Im vergangenen Jahr wanderten laut offiziellen Veröffentlichungen des Konzerns 53,8 Milliarden Dollar auf die Bermudas. Wären diese Gelder in die zentrale Kasse des in Kalifornien ansässigen Mutterkonzerns geflossen, hätte dieser rund 3,6 Milliarden Dollar davon als Steuern abführen müssen. Bis 2020 dürften hier noch höhere Beträge zusammenkommen. Allein der Betrag des letzten Jahres war etwa 40 Prozent höher als noch 2014.
Dabei werden die Einnahmen aus der Werbevermarktung durch eine in den Niederlanden registrierte Tochtergesellschaft geschleust, die selbst über gar keine Mitarbeiter verfügt. Die Firma gibt es seit dem Jahr 2004 und wird seitdem für den Steuertrick genutzt. Das Sandwich entsteht hier, weil die Gelder teils von Google Ireland Limited sowie einer weiteren Niederlassung in Singapur stammen.
Zum Doppelten Irisch kommt es im nächsten Schritt, wenn die Beträge dann an eine Tochter namens Google Ireland Holdings Unlimited weitergeleitet werden, die auf den Bermudas registriert ist. Dort kann das Geld dann problemlos verbucht werden, weil hier keine Steuern auf Unternehmenserträge zu zahlen sind.
Bestandsschutz für Schlupflöcher
Zumindest das Doppelte Irisch wurde durch Änderungen an der irischen Steuergesetzgebung im vergangenen Jahr eigentlich unmöglich gemacht. Allerdings gibt es eine Übergangsfrist für Unternehmen, die bisher nach diesem Modell arbeiteten. Diese können die fragliche Praxis noch bis zum Jahr 2020 fortführen.Für Alphabet ist das eine sehr lohnende Sache. Im vergangenen Jahr wanderten laut offiziellen Veröffentlichungen des Konzerns 53,8 Milliarden Dollar auf die Bermudas. Wären diese Gelder in die zentrale Kasse des in Kalifornien ansässigen Mutterkonzerns geflossen, hätte dieser rund 3,6 Milliarden Dollar davon als Steuern abführen müssen. Bis 2020 dürften hier noch höhere Beträge zusammenkommen. Allein der Betrag des letzten Jahres war etwa 40 Prozent höher als noch 2014.
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Datensouveränität, Kosten und Unabhängigkeit:
d-hubs - Heute 14:46 Uhr -
gute Nachrichten: die Krita 5.3.3. ist da
d-hubs - Vorgestern 23:17 Uhr -
Neues auf dem Officemarkt: Collabora Online 26.04:
d-hubs - Vorgestern 15:54 Uhr -
Neues aus der Selfhosting-Community:
d-hubs - 29.07. 12:39 Uhr -
Die Device Database von Home Assistant ist jetzt verfügbar:
d-hubs - 28.07. 00:27 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen