Samsung bereitet einen sehr viel größeren Angriff auf TSMC vor
Die kürzlich bekannt gewordenen Rabattangebote an mehrere wichtige potenzielle Kunden sind nur ein kleiner Teil einer massiven Offensive Samsungs gegen den weltweit größten Chip-Auftragshersteller TSMC. Ein viel größerer Schlagabtausch bahnt sich an.
Die Südkoreaner wollen die Chip-Produktion im neuen Jahrzehnt immerhin mit einem dreistelligen Milliarden-Dollar-Betrag voranbringen. Und das in erster Linie in der Spitzenproduktion. Die Anlagen kosten hier zwar enorm viel Geld, aber die Aufträge sind eben auch am lukrativsten. Yoon Jong Shik, der das Auftragsgeschäft bei Samsung leitet, sieht hier sogar einen Markt ziemlich neu entstehen.
"Unternehmen wie Amazon, Google und Alibaba, die wenig Erfahrungen im Chipdesign haben, versuchen Chips mit ihren eigenen Konzepten hervorzubringen, um ihre eigenen Dienste besser zu unterfüttern. Ich bin überzeugt, dass dies einen enormen Durchbruch für unser Nicht-Speicher-Chipgeschäft bringt", erklärte er laut einem Bericht der US-Nachrichtenagentur Bloomberg.
So kostet eine einzige Lithographie-Maschine für das neue EUV-Verfahren, das für die aktuell kleinsten Strukturweiten zwingend benötigt wird, beim Hersteller ASML immerhin 172 Millionen Dollar. Samsung stellt derzeit gleich mehrere von ihnen im Werk in Hwaseong auf. Solch eine Maßnahme können sich andere Chiphersteller schlicht nicht leisten - diesen bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten, bis die Technik irgendwann billiger wird.
So werden Samsung und TSMC im kommenden Jahr eben auch die einzigen bleiben, die bereits in den 5-Nanometer-Bereich vorstoßen können. Und parallel dazu will Samsung seine Attacke starten - zu einem wahrscheinlich ziemlich günstigen Zeitpunkt. Denn die Herstellung von Chips für den neu entstehenden 5G-Mobilfunk-Markt wird TSMC ziemlich stark beschäftigen, während das Unternehmen zuletzt auch schon in den Standard-Bereichen Probleme hatte, die Nachfrage nach 7-Nanometer-Produkten in vollem Maße zu bedienen. Die sich so ergebenden Gelegenheiten wird Samsung nun zu nutzen versuchen.
Siehe auch: Chip-Fertigung: Samsung umwirbt Apple, AMD & Co mit großen Rabatten
"Unternehmen wie Amazon, Google und Alibaba, die wenig Erfahrungen im Chipdesign haben, versuchen Chips mit ihren eigenen Konzepten hervorzubringen, um ihre eigenen Dienste besser zu unterfüttern. Ich bin überzeugt, dass dies einen enormen Durchbruch für unser Nicht-Speicher-Chipgeschäft bringt", erklärte er laut einem Bericht der US-Nachrichtenagentur Bloomberg.
Chance nutzen
Im Foundry-Geschäft ist TSMC mit einem Marktanteil von über 50 Prozent die dominierende Kraft. Samsung bedient derzeit etwa 18 Prozent des Marktes. Die beiden Unternehmen sind aber aktuell die einzigen, die sich im absoluten Spitzenbereich ein Zweier-Rennen liefern, denn den hier nötigen Investitionsbedarf können nur die wenigsten Anbieter überhaupt stemmen.So kostet eine einzige Lithographie-Maschine für das neue EUV-Verfahren, das für die aktuell kleinsten Strukturweiten zwingend benötigt wird, beim Hersteller ASML immerhin 172 Millionen Dollar. Samsung stellt derzeit gleich mehrere von ihnen im Werk in Hwaseong auf. Solch eine Maßnahme können sich andere Chiphersteller schlicht nicht leisten - diesen bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten, bis die Technik irgendwann billiger wird.
So werden Samsung und TSMC im kommenden Jahr eben auch die einzigen bleiben, die bereits in den 5-Nanometer-Bereich vorstoßen können. Und parallel dazu will Samsung seine Attacke starten - zu einem wahrscheinlich ziemlich günstigen Zeitpunkt. Denn die Herstellung von Chips für den neu entstehenden 5G-Mobilfunk-Markt wird TSMC ziemlich stark beschäftigen, während das Unternehmen zuletzt auch schon in den Standard-Bereichen Probleme hatte, die Nachfrage nach 7-Nanometer-Produkten in vollem Maße zu bedienen. Die sich so ergebenden Gelegenheiten wird Samsung nun zu nutzen versuchen.
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