Bericht zum tödlichen Uber-Unfall verortet Software- und Design-Fehler
Im März 2018 kam es bei einer Testfahrt eines autonomen Autos von Uber zu einem Unfall, bei dem die 49-jährige Elaine Herzberg tödlich erfasst wurde. Die zuständige Behörde hat nun ihren gut 400-seitigen Bericht vorgelegt und stellte Software- und Design-Fehler fest.
Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) hat nach dem Unfall von März 2018 die Ermittlungen aufgenommen und gut eineinhalb Jahre später wurden diese nun abgeschlossen. Wie das Wirtschaftsportal Bloomberg berichtet, wurde der Report nun freigegeben und das NTSB stellte auch zahlreiche Fehler in Bezug auf Sicherheit und Design des Systems fest.
Eine explizite Ursache für den Unfall von Tempe, Arizona nannte man nicht, das allerdings aus formellen Gründen, denn das soll bei einem Meeting am 19. November in Washington nachgereicht werden.
Positiv fällt das Fazit der Behörde gegenüber Uber aber dennoch nicht aus, denn laut dem Report war das System nicht darauf ausgelegt, Fußgänger, die die Straße verkehrswidrig überqueren, zu erkennen. Fußgänger, die fernab von Zebrastreifen und sonstigen gesicherten Wegen die Straße kreuzen sind allerdings alles andere als ungewöhnlich, die Software-Entwickler hätten das sicherlich berücksichtigen müssen.
Die im Auto sitzende Aufsichtsperson war zu dem Zeitpunkt durch ein Hand-Video abgelenkt, es ist allerdings nicht klar, ob sie laut Ansicht des NTSB den Unfall tatsächlich verhindern hätte können. Fakt ist aber, dass Uber nur wenige Monate zuvor den zweiten Test-Fahrer gestrichen hat.
Eine explizite Ursache für den Unfall von Tempe, Arizona nannte man nicht, das allerdings aus formellen Gründen, denn das soll bei einem Meeting am 19. November in Washington nachgereicht werden.
Positiv fällt das Fazit der Behörde gegenüber Uber aber dennoch nicht aus, denn laut dem Report war das System nicht darauf ausgelegt, Fußgänger, die die Straße verkehrswidrig überqueren, zu erkennen. Fußgänger, die fernab von Zebrastreifen und sonstigen gesicherten Wegen die Straße kreuzen sind allerdings alles andere als ungewöhnlich, die Software-Entwickler hätten das sicherlich berücksichtigen müssen.
5,6 Sekunden
Die tödlich verunfallte Frau wurde vom Radar-System des Fahrzeugs nämlich 5,6 Sekunde vor dem Aufprall registriert. Herzberg wurde aber ursprünglich als Gefährt klassifiziert, diese Einstufung wurde in den Sekunden vor dem Unfall gleich mehrfach geändert. Der Bordcomputer hat es auch nicht geschafft, den Pfad von Herzberg korrekt vorherzusagen.Die im Auto sitzende Aufsichtsperson war zu dem Zeitpunkt durch ein Hand-Video abgelenkt, es ist allerdings nicht klar, ob sie laut Ansicht des NTSB den Unfall tatsächlich verhindern hätte können. Fakt ist aber, dass Uber nur wenige Monate zuvor den zweiten Test-Fahrer gestrichen hat.
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