Über tausend Raspberry Pi werden zum Minirechner-Supercomputer

Oracle, raspberry pi, Cluster, Serverrack Bildquelle: Serve The Home
Raspberry Pi steht für relativ kleinen Preis und kompakte Bauweise. Nimmt man sich 1060 der kleinen Rechner und verschaltet diese in einem Cluster, wird daraus ein echter Minirechner-Supercomputer. Ein solches Konstrukt hat jetzt Oracle demonstriert.

Der Raspberry Pi-Cluster in der Größe eines Serverracks

Die kleinen Bastelplatinen von Raspberry Pi sind vor allem dafür bekannt, ihren Einsatz in allerhand kreativen Projekten zu finden. Schon in der Vergangenheit hatten findige Bastler mit jeder neuen Generation demonstriert, dass sich die Kleinstrechner auch in Reihe schalten lassen, um ein größeres Cluster-System zu kreieren. Jetzt hat sich mit Oracle ein großes Unternehmen der Idee angenommen und bei der eigenen Hausmesse Oracle Open World in San Francisco einen Cluster von Raspberry Pi 3B+-Modellen präsentiert. Oracle Raspberry Pi 3B+-Cluster Oracle Raspberry Pi-Cluster (STH) Wie Golem in seinem Bericht schreibt, nutzt das Unternehmen 1060 Rechner der letzten Raspberry Pi-Generation - wie Oracle erläutert wurde diese Anzahl nur gewählt, da sich diese durch die Abmessungen der Platinen und der geplanten Aufhängung ergeben habe. Randnotiz: Die verantwortlichen Entwickler wollen alleine einen Tag gebraucht haben, um alle 1060 "Nodes" auszupacken. Für die Unterbringung hat das Unternehmen speziell designte Einschübe aus dem 3D-Drucker verwendet. In jedem Rack sind so 21 Raspberry Pi 3B+ untergebracht.

Für die Verschaltung der Bastelrechner setzt Oracle auf Ubiquitis Unifi-48-Switches, bei der Stromversorgung entschied man sich gegen eine Power-over-Ethernet-Lösung und realisiert diese mit einer "Anordnung von USB-Netzteilen". Für den Antrieb des Minirechner-Supercomputers kommt Oracle Autonomous Linux - "sowie Java, wie man es von einer Oracle Demo erwarten würde" - zum Einsatz. Für das Booten der Systeme über ein Netzwerk kommt außerdem noch ein zentraler Speicher-Server zum Einsatz, den Oracle mit Supermicro-1U-Xeon-Rack betitelt.

Einfach weil es cool ist

Auf die Frage, was Oracle zu dem Projekt bewegt habe, erhalten die amerikanischen Kollegen von Serve The Home dann auch eine klare und kurze Antwort: "Große Cluster sind cool", so die beteiligten Entwickler. Auf eine Liste der Supercomputer wird es das Projekt nicht schaffen. Wie Serve The Home anmerkt, kann der Raspberry Pi-Cluster aber einige wichtige Prinzipien rund um den Aufbau solcher Systeme demonstrieren.
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