Raspberry Pi 4: Probleme mit Erkennung durch USB-C-Netzteile

Beim Raspberry Pi 4 gibt es Probleme mit der Erkennung durch einige Netzteile. Die Neuauflage des Bastelrechners kann wohl nicht mit dem Macbook-Netzteil betrieben werden, auch andere Thunderbolt-3-Netzteile scheinen ähnliche Probleme zu machen. Experten sind der Ursache schon auf der Spur, Widerstände scheinen als Grund ausgemacht.
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Rasperry Pi Foundation

Die Neuauflage des Bastelrechners kann nicht mit jedem Netzteil

Der beliebte Bastelrechner Raspberry Pi ist seit kurzem in Version 4 verfügbar und bringt unter anderem einen USB-C-Anschluss mit, der für die Stromversorgung genutzt werden kann. Für den ordnungsgemäßen Betrieb sieht die Raspberry-Pi-Foundation ein Netzteil mit mindestens 12,5 Watt vor, empfohlen wird ein 15-Watt-Gerät. Wie sich jetzt zeigt, versteht sich aber nicht jedes Netzteil gut mit dem Mini-Rechner. Der Elektronik-Blog Scorpia hatte die Ursache der Probleme laut Golem genau analysiert. Raspberry Pi 4Der Raspberry Pi 4 in der Übersicht Zunächst steht fest, dass der Raspberry Pi 4 mit einem eingesteckten Macbook-Netzteil den Dienst verweigert, auch andere Thunderbolt-3-Netzteile und Adapter scheinen generell von dem Rechner nicht als Stromquelle akzeptiert zu werden. Der Experte Tyler Ward sieht als Ursache hier den sogenannte Pull-Down-Widerstand, der beim Raspberry Pi 4 mit beiden "Configuration Channels" (CC) verbunden ist. "Mit den meisten Netzteilen ist das kein Problem, weil einfache Kabel nur einen CC-Anschluss benötigen", so Ward.

Zu Problemen kommt es demnach mit aktiven Kabeln mit "E-Mark-Chip", da diese einen zusätzlichen Pull-Down-Widerstand mitbringen. Dies führt dazu, dass die neue Version des Raspberry Pi vom Netzteil anhand des gemessenen Gesamtwiderstands fälschlicherweise als "Audio-Adapter-Accessoire" erkannt wird, für das keine Stromzufuhr bereitgestellt werden muss.

Nicht aktive Kabel verwenden

Die Lösung für das beschriebene Problem ist laut Ward relativ einfach: Wird statt einem E-Mark-Kabel ein einfaches Kabel ohne E-Mark-Chip genutzt, sollte sich der Raspberry Pi 4 ohne Probleme betreiben lassen - die meisten Kabel für Smartphones entsprechen diesem Typ. Viele Laptop-Ladekabel, Thunderbolt-Kabel und alle 5A-Kabel bringen E-Mark-Chips mit und sind demnach für den Betrieb ungeeignet. "Letztendlich wäre auf lange Sicht aber die beste Lösung, dass der Pi 4 überarbeitet wird (...) um das Problem zu lösen", so Ward.

Technische Daten zum Raspberry 4
Prozessor Broadcom BCM2711, Quad-Core Cortex-A72 64-bit SoC @ 1.5GHz
RAM 1 GB, 2 GB oder 4 GB LPDDR4-SDRAM (modellabhängig)
Verbindungen Dual-Band WLAN ac, Bluetooth 5.0, Gigabit Ethernet, 2x USB 3.0, 2x USB 2.0
GPIO Raspberry Pi Standard 40 pin GPIO header (voll kompatibel mit vorherigen Versionen)
Video & Sound 2x Micro-HDMI (Einzelmonitor bis zu 4K bei 60 Bilder/Sekunde oder Dual-Monitor bis zu 4K bei 30 Bilder/Sekunde), 2-Kanal MIPI DSI Display port, 2-Kanal MIPI CSI Kamera, 4-poliger Stereo- und Composite-Video Anschluss
Multimedia HEVC/H.265 (4kp60 decode); AVC/H.264 (1080p60 decode, 1080p30 encode), OpenGL ES 3.0 Grafik
SD Karte Micro-SD-Karteneinschub für Betriebssystem und Daten
Größe 85 x 56 Millimeter
Stromversorgung 5V DC via USB (minimum 3A), 5V DC via GPIO (minimum 3A), Power over Ethernet (PoE, erfordert separaten PoE-HUT)

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