Amazon: Können uns Steuerzahlungen nicht leisten - legen sie um
Amazon geht in der Auseinandersetzung um die in Frankreich diskutierte Digitalsteuer jetzt zu offener Erpressung über: Sollte die Abgabe kommen, werde man diese auf die lokalen Firmen umlegen, die Amazons Marketplace nutzen. Das würde diesen Unternehmen dann gravierende Nachteile im Wettbewerb mit Konkurrenten aus dem Ausland einbringen.
Massive Investitionen hätten zur Folge, dass man überhaupt nicht in der Lage sei, die Belastungen, die eine zusätzliche Steuer mit sich bringen würde, zu stemmen, hieß es seitens des Konzerns laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP). Für das zweite Quartal hatte Amazon kürzlich einen Nettogewinn von 2,6 Milliarden Dollar ausgewiesen, was insbesondere auch durch weiter steigende Einnahmen außerhalb der USA mitgetragen wurde.
Die französische Regierung setzt sich schon seit einiger Zeit für eine stärkere Besteuerung der großen Internet-Konzerne ein, die bisher in erster Linie Gewinne abschöpfen und verschiedene Tricks anwenden, um einen möglichst großen Teil der Einnahmen am Fiskus vorbeizuschleusen. Die Gelder tauchen dann meist in Steueroasen wieder auf. Und weil man in Europa mit dem Thema nicht weiterkam, führte Paris eine entsprechende Abgabe nun im nationalen Alleingang ein.
Die Reaktion der US-Politik auf die neue Steuer ist unterdessen wenig überraschend. Präsident Donald Trump erklärte, diese Diskriminierung von US-Unternehmen nicht hinnehmen zu wollen. Im Gegenzug sollen Strafzölle auf französischen Wein erhoben werden.
Siehe auch: Steuerbetrug im Online-Handel: Regierung bittet Amazon & Co zur Kasse
Die französische Regierung setzt sich schon seit einiger Zeit für eine stärkere Besteuerung der großen Internet-Konzerne ein, die bisher in erster Linie Gewinne abschöpfen und verschiedene Tricks anwenden, um einen möglichst großen Teil der Einnahmen am Fiskus vorbeizuschleusen. Die Gelder tauchen dann meist in Steueroasen wieder auf. Und weil man in Europa mit dem Thema nicht weiterkam, führte Paris eine entsprechende Abgabe nun im nationalen Alleingang ein.
Dominanz als Waffe
Der Handelskonzern schlägt die zusätzlichen Ausgaben nun auf die Provisionen auf, die kleinere Unternehmen zahlen müssen, wenn sie Artikel über das Amazon-Portal verkaufen. Dabei setzt der US-Konzern auf seine enorme Marktmacht, durch die es sich kaum eine Firma leisten kann, ihre Waren nicht auch auf der Plattform anzubieten. Und die kleineren Anbieter kommen so in eine Situation, in der sie nicht mehr mit Konkurrenten aus anderen Regionen des europäischen Binnenmarktes mithalten können.Die Reaktion der US-Politik auf die neue Steuer ist unterdessen wenig überraschend. Präsident Donald Trump erklärte, diese Diskriminierung von US-Unternehmen nicht hinnehmen zu wollen. Im Gegenzug sollen Strafzölle auf französischen Wein erhoben werden.
Siehe auch: Steuerbetrug im Online-Handel: Regierung bittet Amazon & Co zur Kasse
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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